Kalter Fall: Mordprozess nach 20-jähriger DNA-Entdeckung beginnt
Homophobie? Prozess wegen Mord an einem Kellner vor 22 Jahren - Kalter Fall: Mordprozess nach 20-jähriger DNA-Entdeckung beginnt
Vor dem Landgericht Paderborn hat ein Mordprozess gegen einen 57-jährigen Mann begonnen, der beschuldigt wird, im November 2003 in Bad Driburg (Ostwestfalen) seinen 29-jährigen Nachbarn getötet zu haben. Der Fall blieb über zwei Jahrzehnte ungeklärt, bis ein DNA-Durchbruch Anfang 2025 den Angeklagten, René Benko, identifizierte. Benko, ein Handwerker aus Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis, hat sich am ersten Verhandlungstag nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das Opfer in dessen Wohnung überfallen, überwältigt und mit dem Kabel eines Staubsaugers erwürgt zu haben. Der Getötete, ein Kellner, wurde gefesselt und stranguliert in seiner Wohnung aufgefunden. Anfangs vermuteten die Ermittler ein homophobes Motiv, da das Opfer homosexuell war. Mittlerweile kristallisieren sich zwei mögliche Tatmotive heraus: Benkos angebliche Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen und seine finanzielle Notlage. Der Angeklagte hatte im März 2024 als Einzelunternehmer Insolvenz angemeldet. Vor der Pleite soll er mehrere fragwürdige Zahlungen getätigt haben, darunter eine hohe Mietvorauszahlung für eine Villa und ein beträchtliches Geschenk an seine Mutter – Transaktionen, die die Staatsanwaltschaft als Versuche wertet, Vermögen vor Gläubigern zu verbergen. Zudem wird Benko vorgeworfen, die Geldbörse, das Handy und die Webcam des Opfers gestohlen sowie dessen Auto auf einem entfernten öffentlichen Parkplatz abgestellt zu haben, um die Entdeckung der Leiche hinauszuzögern. Der Prozess soll sich über acht weitere Verhandlungstage bis Januar 2026 erstrecken. Das Gericht muss klären, ob Benko des Mordes schuldig ist und welche Rolle seine finanziellen Probleme sowie seine angebliche Homophobie bei der Tat spielten. Das Urteil könnte einen Fall abschließen, der mehr als zwei Jahrzehnte ungelöst blieb.
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