Strikte neue Regeln: Jeder Tiertransport in Deutschland braucht jetzt eine Genehmigung
Paul MaierStrikte neue Regeln: Jeder Tiertransport in Deutschland braucht jetzt eine Genehmigung
Ein aktuelles Gerichtsurteil hat die Vorschriften für den Tiertransport in Deutschland verschärft. Die Entscheidung schafft eine wichtige Ausnahmeregelung ab – damit bedarf nun jeder gewerbliche Handel mit Wirbeltieren einer behördlichen Genehmigung. Diese Änderung überträgt mehr Verantwortung auf diejenigen, die den Transport organisieren, nicht nur auf die Spediteure selbst.
Nach dem deutschen Tierschutzgesetz müssen Händler, die gewerblich mit Wirbeltieren handeln, nun über eine entsprechende Erlaubnis verfügen. Die gesetzlichen Anforderungen sind streng: Antragsteller benötigen ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag, einen Eintrag im Handelsregister, den Nachweis fachlicher Eignung sowie detaillierte Lagepläne ihrer Einrichtungen. Selbst Grundrisse mit exakten Maßangaben müssen eingereicht werden.
Veterinärämter oder lokale Behörden prüfen diese Unterlagen, bevor sie die Genehmigungen erteilen. Das Verfahren kann bis zu vier Monate dauern, wobei der genaue Umfang der gerichtlichen Überprüfung in öffentlichen Akten nicht immer nachvollziehbar ist.
Das Urteil folgte auf wiederholte Verstöße gegen die Standards im Tiertransport. Bisher hatten einige Händler ohne Genehmigung operiert, doch diese Schlupflöcher sind nun geschlossen. Ohne offizielle Freigabe ist kein Handel mit Nutztieren mehr zulässig.
Die Entscheidung klärt zudem, wer die Verantwortung für das Tierwohl trägt. Zwar müssen Transportunternehmen die Vorschriften einhalten, doch die letzte Verantwortung liegt bei den Auftraggebern des Transports – selbst wenn diese die Tiere nie physisch berühren oder direkte Entscheidungen über ihr Wohl treffen. Ihre Wahl – etwa bei der Auswahl der Spediteure oder der Festlegung der Transportbedingungen – beeinflusst maßgeblich, wie es den Tieren während des Transports ergeht.
Die neuen Regeln bedeuten eine strengere Kontrolle des Tiertransports in ganz Deutschland. Wer nun Lieferungen organisiert, muss selbst über die notwendigen Genehmigungen verfügen und für die Einhaltung der Vorschriften sorgen – nicht nur die Transportfirmen. Da es keine Ausnahmen mehr gibt, unterliegt jeder gewerbliche Handel mit Wirbeltieren vorab einer behördlichen Prüfung.
New Raids Highlight Persistent Transport Violations
Federal authorities have launched a major crackdown on animal transport abuses just months after Germany's stricter regulations took effect. Over 200 officers raided 40 suspects across seven states in June 2025:
- 200 officers targeted livestock transport firms and a slaughterhouse for shipping sick animals.
- 40 suspects faced charges for violating the Animal Welfare Act by causing suffering.
- Prosecutors confirmed 100 active cases, showing systemic failures despite new permit rules.






