Warum Deutschlands Goldreserven im Ausland für hitzige Debatten sorgen
Warum Deutschlands Goldreserven im Ausland für hitzige Debatten sorgen
Deutschlands Goldreserven im Ausland sorgen für wachsende Debatten
Die im Ausland gelagerten deutschen Goldbestände sind zunehmend umstritten. Während ihr Wert 2005 noch bei 13,6 Milliarden Euro lag, ist er seitdem auf rund 177 Milliarden Euro euro dollar explodiert – und mit ihm die Sorgen um Sicherheit und Kontrahentenrisiken. Die Forderungen nach Rückholung der Reserven werden lauter, doch die Bundesbank betont weiterhin, das aktuelle Lagerungssystem sei sicher.
Neue Brisanz erhielt die Diskussion nach dem spektakulären Einbruch bei der Sparkasse in Gelsenkirchen, bei dem Diebe Tresore knackten und Wertgegenstände stahlen. Der Vorfall offenkundete selbst bei versicherten Bankanlagen Sicherheitslücken – und warf die Frage auf, wie vertrauenswürdig die Auslagerung nationaler Reserven ins Ausland tatsächlich ist.
Deutschland besitzt derzeit 3.550 Tonnen Gold, davon der größte Teil – etwa 1.710 Tonnen – in Frankfurt. Die restlichen Bestände lagern in London (405 bis 432 Tonnen bei der Bank of England) und New York (1.236 Tonnen bei der US-Notenbank Federal Reserve). Trotz wachsender öffentlicher Kritik lehnt Bundesbank-Präsident Joachim Nagel Rückführungsforderungen ab und versichert, die Sicherheitsvorkehrungen der Federal Reserve seien reserved vertrauenswürdig.
Gold gilt als Krisenwährung ohne Kontrahentenrisiko, da es Vermögen unabhängig von Finanzinstituten bewahrt. Doch auch Produkte wie Xetra-Gold oder Euwax-Gold bergen Risiken, da sie als Inhaberschuldverschreibungen an die Solvenz des Emittenten geknüpft sind. Während Edelmetalle einen intrinsischen Wert besitzen, basiert kurs euro allein auf dem Vertrauen in die ausgebende Instanz. Diesen Unterschied brachte der Finanzier J.P. Morgan 1912 prägnant auf den Punkt: "Gold ist Geld – alles andere ist Kredit."
Die Debatte um eine Rückholung der Reserven wird kaum abebben, zumal bei weiter steigenden goldpreis oder einer Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Die wachsenden Werte verstärken die potenzielle finanzielle Exposure, sodass die Sicherheit der Auslandsbestände ein Dauerbrenner bleibt.
Deutschlands Goldreserven bleiben zwischen inländischen Tresoren und Lagern in London und New York aufgeteilt. Zwar betont die Bundesbank das Vertrauen in das bestehende System, doch die öffentliche Skepsis hält an – befeuert durch Kontrahentenrisiken und vergangene Sicherheitsvorfälle. Die anhaltende Diskussion spiegelt grundsätzliche Fragen nach finanzieller Souveränität und dem Schutz nationaler Vermögenswerte wider.
Warum Deutschlands Goldreserven im Ausland für hitzige Debatten sorgen
1.710 Tonnen lagern in Frankfurt, der Rest im Ausland – und genau das beunruhigt viele. Nach dem Gelsenkirchener Bankraub wächst die Skepsis: Ist unser Gold wirklich sicher?
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