Kölner Karneval bringt 850 Millionen Euro – wie die Stadt sechs Tage lang profitiert

Admin User
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Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen, Lichtern und einer Statue gesäumt entlanggeht, mit Gebäuden im Hintergrund und einem bewölkten Himmel mit Ballons während des Christopher Street Day in Berlin.Admin User

Kölner Karneval bringt 850 Millionen Euro – wie die Stadt sechs Tage lang profitiert

Die Kölner Karnevalssaison hat ihre Hochphase erreicht: Sechs Tage voller Feiern sind nun in vollem Gange. Beginnend am Donnerstag – dem sogenannten Altweiberfastnacht – dauern die Festlichkeiten bis zum Veilchendienstag (Faschingsdienstag). Die diesjährigen Veranstaltungen werden der Stadt allein voraussichtlich rund 850 Millionen Euro einbringen, ein Teil eines regionalen Wirtschaftsimpulses von insgesamt 2 Milliarden Euro.

Offiziell startet die Karnevalssaison zwar jedes Jahr am 11. November um 11:11 Uhr, doch der eigentliche wirtschaftliche Aufschwung setzt erst Ende Februar ein. Für viele Bars und Restaurants ist der Januar ein finanziell schwieriger Monat – manche bezeichnen ihn sogar als 'tot' fürs Geschäft. Doch die sechs intensiven Feiertage verwandeln die Lage schlagartig, wenn sich die Straßen und Lokale mit Menschen füllen.

In Kölns Kwartier Latäng, dem berühmten Kneipenviertel, verlangen einige Wirte in dieser Zeit Eintrittsgelder zwischen 10 und 25 Euro. Besucher mit Tickets für offizielle Veranstaltungen bleiben oft in ihren zugewiesenen Bereichen, was den ansässigen Betrieben zugutekommt, da die Gäste in der Nähe bleiben. Gleichzeitig stellt der massive Besucherandrang die Gastronomie vor logistische Herausforderungen – besonders in überfüllten Bars mit begrenztem Platz.

Der Straßenkarneval beginnt am Donnerstag und markiert damit die heißeste Phase der Saison. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu den Besucherzahlen der Kölner Open-Air-Partys, doch zählt das Fest zu den größten jährlichen Veranstaltungen Deutschlands.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Karnevals ist unbestritten: Allein Kölns Anteil von 850 Millionen Euro unterstreicht, wie wichtig die Feiern für die lokale Wirtschaft sind. Für die Gastronomie sind diese sechs Tage eine überlebenswichtige Einnahmequelle nach einem schwachen Jahresbeginn. Am Aschermittwoch endet dann die Saison – und mit ihr eine weitere ertragreiche Phase für die Stadt.