Karneval 2026: Politische Satire trotzt russischem Druck und AfD-Kritik
Höhepunkt des Straßenkarnevals: Kölns Rosenmontagszug hat begonnen - Karneval 2026: Politische Satire trotzt russischem Druck und AfD-Kritik
Karnevalssaison in Deutschland: Politische Satire wieder im Mittelpunkt
Die deutsche Karnevalssaison hat begonnen – und einmal mehr steht scharfe politische Satire im Fokus. In Düsseldorf werden Wagen den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufs Korn nehmen, obwohl gegen den leitenden Wagenbauer der Stadt, Jacques Tilly, derzeit in Moskau ein Strafverfahren läuft. Die Umzüge in Düsseldorf und Mainz folgen auf den großen Rosenmontagszug in Köln, der bereits am Vormittag mit einer Mischung aus Feierlaune und beißendem Kommentar zu aktuellen Themen gestartet ist.
Der Kölner Rosenmontagszug setzte sich um 10:00 Uhr vom Severinstor im Südviertel der Stadt in Bewegung. Das diesjährige Motto "ALAAF – Mer dun et för Kölle" ("Wir tun es für Köln") würdigt die ehrenamtlichen Helfer der Stadt. Der größte Karnevalsumzug Deutschlands wird voraussichtlich fast vier Stunden dauern; die ersten Wagen erreichen das Ziel gegen 13:00 Uhr. Die Jecken dürfen sich auf rund 300 Tonnen Süßigkeiten und etwa 300.000 kleine Sträuße freuen, die unterwegs in die Menge geworfen werden.
In Düsseldorf wird Tillys Kreativität erneut Putin ins Visier nehmen: Diesmal zeigt ein Wagen den Kremlchef am Steuer einer "AfD"-Drohne, ein weiterer stellt ihn symbolisch neben Donald Trump, wie beide gemeinsam Europa "verspeisen". Die Motive zielen auch auf die steigenden Umfragewerte der rechtspopulistischen AfD und deren Annäherungsversuche an den ehemaligen US-Präsidenten. Tilly karikiert Putins Politik seit Jahren – was die russischen Behörden Ende 2025 zu einem Strafverfahren gegen ihn veranlasste.
Der Fall hat in Deutschland eine breite Debatte ausgelöst: Viele sehen in Tillys Arbeit geschützte Narrenfreiheit und Meinungsfreiheit. Politiker wie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) verurteilten Russlands Vorgehen als absurd und autoritär. Trotz des mehrfach verschobenen Prozesses – zuletzt auf den 26. Februar 2026 – lässt sich Tilly nicht einschüchtern: Für den Rosenmontag 2026 hat er bereits neue Putin-Motive enthüllt. Die Kontroverse unterstreicht die Bedeutung von Satire angesichts des anhaltenden Ukraine-Kriegs, doch die deutschen Jecken zeigen keine Anzeichen von Rückzug.
Die Umzüge in Düsseldorf und Mainz beginnen erst nach dem Ende des Kölner Zugs. Mit politischer Satire als prägendem Element macht diese Karnevalssaison deutlich, wie sehr Deutschland an der freien Meinungsäußerung festhält – selbst unter internationalem Druck. Die Veranstaltungen ziehen wie jedes Jahr große Menschenmengen an und bestätigen damit die Tradition als Mischung aus Festfreude und gesellschaftlichem Kommentar.
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