Dortmunds Ethikkommission zur Trophäenjagd schläft seit 18 Monaten
Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd steht wegen Untätigkeit in der Kritik
Die 2023 nach jahrelangen politischen Diskussionen eingerichtete Kommission sollte eigentlich die ethischen und ökologischen Auswirkungen der Trophäenjagd bewerten. Doch seit mindestens 18 Monaten hat sie keine Sitzungen abgehalten – und es gibt keine Aufzeichnungen über ihre Arbeit.
Die Gründung der Kommission erfolgte auf Druck der Grünen, der SPD, der Linken und kleinerer politischer Gruppen. Diese forderten eine offizielle Überprüfung der Trophäenjagd, insbesondere vor der Messe Jagd und Hund. Auch Tierschutzorganisationen unterstützten den Vorstoß und plädierten für strengere Kontrollen.
Doch bis heute bleibt unklar, wie die Kommission eigentlich arbeitet. Die Stadt hat weder bekannt gegeben, wie viele Mitglieder sie hat, noch wurden Protokolle oder Bewertungskriterien veröffentlicht. Dortmunds Oberbürgermeister räumte kürzlich ein, dass die Akten der Kommission unvollständig seien.
Mit der bevorstehenden Jagd-und-Hund-Messe wird der Druck auf die Kommission größer. Mehrere Parteien fordern nun, dass sie noch vor der Sommerpause zusammentritt. Die rechtspopulistische AfD lehnt die Kommission hingegen komplett ab und stellt ihre Notwendigkeit infrage.
Die Stadtspitze muss bald entscheiden, ob die Gruppe endlich ihre Arbeit aufnimmt – oder weiter im Dornröschenschlaf bleibt.
Die Zukunft der Ethikkommission steht auf der Kippe, während der Druck von politischen Gruppen und Tierschützern wächst. Ohne klare Dokumentation oder aktive Sitzungen bleibt ihre Rolle bei der Gestaltung von Dortmunds Haltung zur Trophäenjagd ungewiss. Die anstehende Messe verstärkt die Dringlichkeit, endlich Antworten zu liefern.
Trophy Hunting Fair Proceeds as Ethics Commission Stays Silent
The Jagd & Hund 2026 fair ran from 27 January to 1 February 2026 in Dortmund with over 700 exhibitors, despite ongoing calls for the ethics commission to act. A post-event review video published in early March 2026 confirmed the fair's completion but noted no intervention from the inactive commission. This reinforces criticism that the group remains unresponsive to political and public pressure.





