Deutschlands Autoindustrie verliert globalen Anschluss – Experte warnt vor Abwanderung
Deutschlands Autoindustrie verliert globalen Anschluss – Experte warnt vor Abwanderung
Deutschlands Ruf als führende Autonation steht auf dem Prüfstand. Der renommierte Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer kritisiert die sinkende Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Landes in der Branche. Zwar sieht er keine vollständige Pleite der deutschen Hersteller, doch ihre Zukunft könnte außerhalb Deutschlands liegen.
In den vergangenen fünf Jahren haben deutsche Autobauer Produktionskapazitäten und Marktanteile an Konkurrenten aus China und den USA verloren. Der Trend setzt sich fort: Prognosen sagen für 2025 einen Rückgang der deutschen Maschinenbauproduktion um 5 Prozent voraus, 2026 wird nur ein Wachstum von 1 Prozent erwartet. Gleichzeitig kämpft Europas Batterieindustrie mit der rasanten Expansion chinesischer Kapazitäten, während US-Unternehmen wie Caterpillar dank Rückverlagerung von Produktionsstätten und Infrastrukturinvestitionen Rekordaufträge (plus 71 Prozent) und steigende Umsätze (plus 18 Prozent im vierten Quartal 2025) verzeichnen.
Dudenhöffer macht vor allem die deutschen Wirtschaftsbedingungen für den Niedergang verantwortlich. Er nennt "schlechte Kostenstrukturen", "exorbitante Lohnnebenkosten" und "absurd hohe Energiepreise" als zentrale Probleme. Deutschland sei schlicht "zu teuer und nicht mehr wettbewerbsfähig" für den Automobilbau geworden. Seine Kritik richtet sich auch an die Politik, der er "leere Phrasen" statt konkreter Lösungen vorwirft.
Der Experte blickt zwar optimistisch auf das Überleben der Branche – allerdings nicht in Deutschland. "Sie werden es schaffen", sagt er, "aber sie müssen es im Ausland tun." Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der deutsche Zulieferer mit Werksschließungen konfrontiert sind, wie etwa das Bosch-Werk in Waiblingen, während die USA mit Steueranreizen gezielt die heimische Produktion fördern.
Dudenhöffers Analyse zeigt einen tiefgreifenden Wandel für die deutschen Autobauer. Angesichts steigender Inlandskosten und erstarkender globaler Konkurrenten könnte die Zukunft der Branche in der Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland liegen. Seine Worte unterstreichen die Dringlichkeit politischer Reformen, soll Deutschland seine Führungsrolle in der Automobilindustrie behaupten.
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Hohe Energiepreise, überzogene Löhne, schwindende Marktanteile: Warum Deutschlands Autobauer ihre Produktion verlagern müssen. Ein Weckruf für Politik und Wirtschaft.
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