Vier Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau: Tausende gedenken der Opfer
Vier Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau: Tausende gedenken der Opfer
19. Februar 2024 markiert den vierten Jahrestag eines der tödlichsten rechtsextremen Anschläge Deutschlands. In Hanau erschoss ein Attentäter bei einem rassistischen Amoklauf neun junge Menschen, bevor er seine Mutter tötete und sich selbst das Leben nahm. Die Bluttat zählt zu den schwersten rechtsterroristischen Verbrechen des Landes seit Jahrzehnten.
Die diesjährigen Gedenkveranstaltungen zogen große Menschenmengen an – mit Kundgebungen in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) und darüber hinaus. Städte wie Aachen, Bochum, Köln und Düsseldorf veranstalteten Zusammenkünfte, um der Opfer zu gedenken und mehr Verantwortung im Kampf gegen Rassismus einzufordern.
Am 19. Februar 2020 eröffnete ein Rechtsextremist in Hanau das Feuer auf zwei Shisha-Bars. Die Opfer – Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov – waren alle unter 30 Jahre alt. Der Täter erschoss anschließend seine Mutter, bevor er Suizid beging.
Im Januar 2023 starb ein zehntes Opfer an den Spätfolgen der bei dem Anschlag erlittenen Verletzungen. Dieser weitere Verlust vertieft die Trauer der Angehörigen und Gemeinschaften, die noch immer nach Gerechtigkeit suchen.
In ganz NRW fanden Gedenkveranstaltungen statt, um der Getöteten zu gedenken. In Aachen versammelten sich rund 300 Menschen zu einer von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen organisierten Kundgebung. Angehörige der Opfer sprachen unter Tränen und forderten mehr Entschlossenheit im Kampf gegen Rassismus. Die Studentin Selin Eroglu nahm teil, um Solidarität zu zeigen und sicherzustellen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.
In Köln beteiligten sich fast 1000 Menschen an einem Marsch durch die Stadt – weit mehr als die erwarteten 500. Unterdessen veranstaltete das Integrationsbüro Bochums eine Gedenkfeier im Bermudadreieck, dem Nachtlebenviertel, das für den Kontrast zwischen Lebensfreude und Tragödie steht. Das Grillo-Theater in Essen bot eine Lesung an, während Düsseldorf eine Ausstellung und Podiumsdiskussionen zeigte.
Weitere Veranstaltungen sind in den kommenden Tagen geplant, darunter Kundgebungen in Münster und Dortmund. Jede von ihnen soll das Andenken an die Opfer wachhalten und die rechtsextreme Ideologie hinter dem Anschlag entlarven.
Der Anschlag von Hanau hat tiefe Wunden in Deutschland hinterlassen: Neun junge Leben wurden ausgelöscht, ein zehntes Opfer starb Jahre später an den Folgen. Die Gedenkfeiern im ganzen Land bringen Menschen zusammen, um der Toten zu gedenken und ihren Widerstand gegen Rassismus zu erneuern.
Die kommenden Veranstaltungen werden dafür sorgen, dass die Namen der Opfer im öffentlichen Bewusstsein bleiben. Gleichzeitig erinnern sie an den anhaltenden Kampf gegen Rechtsextremismus und strukturelle Diskriminierung.
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