SPD Meerbusch verdreifacht Frauenhausplätze bis 2030 und stärkt Mieterschutz
Paul MaierSPD Meerbusch verdreifacht Frauenhausplätze bis 2030 und stärkt Mieterschutz
Die SPD Meerbusch hat sich für eine stärkere Unterstützung von Frauenhäusern und die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention eingesetzt. Auf einer kürzlichen Konferenz wurden zentrale Beschlüsse gefasst, um den Wohnraummangel und die steigenden Energiekosten anzugehen. Zudem wurden personelle Veränderungen in der Führung bestätigt, wobei langjährige Mitglieder neue Aufgaben übernahmen.
Vor der Konferenz verfügte der Rhein-Kreis Neuss lediglich über einen einzigen dedizierten Platz in einem Frauenhaus. Die Delegierten beschlossen nun, diese Zahl bis 2030 zu verdreifachen, und beauftragten den Kreistag mit der Ausarbeitung eines konkreten Plans. Der Schritt folgt einer gemeinsamen Initiative der SPD Meerbusch und der ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen), die sich für bessere Finanzierung und die Einhaltung der Istanbul-Konvention einsetzten.
Chantal Messing, die fünf Jahre im Vorstand tätig war, zog sich aus der Kreisvorstandschaft zurück, bleibt jedoch als Vorsitzende der SPD Meerbusch stimmberechtigtes Mitglied. Sie wird den Kreis weiterhin auf Landesebene vertreten. Christina Borggraefe wurde mit 71 von 84 Stimmen in ihrem Amt als stellvertretende Kreisvorsitzende bestätigt. In ihrer Rede betonte sie die Notwendigkeit einer engeren kommunalen Zusammenarbeit bei sozialen Fragen.
Auf der Konferenz wurde zudem Michael Grams mit 67 von 83 Stimmen zum Beisitzer gewählt, wodurch er volles Stimmrecht erhält. Dieter Jürginkes wurde in die neu geschaffene Schiedskommission des Kreises berufen. Borggraefe wird den Kreis künftig auch im Regionalausschuss vertreten.
Neben dem Wohnraumthema nahmen die Delegierten eine Initiative zum Schutz von Mietern vor hohen Modernisierungskosten im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes an.
Die Beschlüsse setzen klare Ziele für den Ausbau von Frauenhäusern und den Mieterschutz. Die neuen Führungsrollen sorgen für Kontinuität und bringen gleichzeitig frische Impulse ein. Nun steht der Kreis vor der Aufgabe, diese Zusagen bis 2030 in die Tat umzusetzen.