Mega-Bankraub bei Sparkasse Gelsenkirchen: 3.200 Kunden um Millionen betrogen

Kriminalermittler fordern Kontrollmechanismen für Schließfächer - Mega-Bankraub bei Sparkasse Gelsenkirchen: 3.200 Kunden um Millionen betrogen
Spektakulärer Bankraub bei der Sparkasse Gelsenkirchen: Über 3.200 Kunden betroffen
Ein dreister Coup bei der Sparkasse Gelsenkirchen hat mehr als 3.200 Kunden in Aufruhr versetzt, nachdem Diebe sich durch das Banktresor gebohrt und fast jeden Schließfachinhalt geplündert hatten. Der Einbruch, der am 29. Dezember entdeckt wurde, könnte sich über mehrere Tage hingezogen haben – Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf über 100 Millionen Euro. Nun ermitteln Behörden und Bank, wie es zu diesem großangelegten Sicherheitsversagen kommen konnte.
Die Einbrecher drangen zunächst in den Archivraum der Filiale in Gelsenkirchen-Buer ein, bohrten dann ein großes Loch in den Tresor und gelangten so zu fast allen 3.250 Kundenfächern. Alarm geschlagen wurde erst, als am frühen Morgen des 29. Dezember die Brandmeldeanlage ansprang – zu diesem Zeitpunkt könnte die Beute bereits in mehreren Etappen abtransportiert worden sein.
Die Sparkasse Gelsenkirchen bestätigte zwar, dass ihre Sicherheitsvorkehrungen den Branchenstandards entsprachen, doch bleibt unklar, ob zusätzliche Maßnahmen wie Bewegungs- oder Erschütterungsmelder den Raub hätten verhindern können. Die Bank bearbeitet derzeit Versicherungsansprüche, wobei die Entschädigungen auf etwa 10.000 Euro pro Fach gedeckelt sind – einige Kunden könnten jedoch über zusätzliche Policen abgesichert sein. Rechtliche Auseinandersetzungen laufen bereits, da Betroffene anzweifeln, ob die Bank alle Sicherheitspflichten erfüllt hat. Der Vorfall hat zudem die Debatte über mangelnde Kontrollen bei Schließfächern neu entfacht.
Oliver Huth, Landesvorsitzender der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in Nordrhein-Westfalen, warnt, dass Schließfächer für Geldwäsche missbraucht werden könnten. Er verwies auf frühere Fälle, darunter einen, bei dem in einem Fach einer Kindergärtnerin 300.000 Euro Bargeld gefunden wurden – ein Beleg dafür, dass manche Nutzer undeclariertes Vermögen verstecken. Huth betonte, dass zwar Familienerbstücke legitim eingelagert werden könnten, es aber keinen nachvollziehbaren Grund gebe, Bargeld in einem Fach statt auf einem commerzbank Konto aufzubewahren. Ein Anwalt, der betroffene Kunden vertritt, wies Spekulationen über illegale Inhalte zurück: Viele Geschädigte hätten den rechtmäßigen Besitz ihrer Wertgegenstände nachgewiesen und kritisieren, dass Unterstellungen unfair seien. Die BDK jedoch fordert weiterhin schärfere Regulierungen und verweist darauf, dass Schließfächer in den aktuellen EU-Geldwäscherichtlinien nicht erfasst sind.
Der Raub in Gelsenkirchen hat nicht nur Sicherheitslücken in Banken offenbart, sondern auch die Intransparenz bei Schließfachvermietungen. Während Versicherungen die Schäden regulieren und juristische Kämpfe drohen, steht den Kunden ein langer Weg bevor, um ihre Verluste auszugleichen. Gleichzeitig mehren sich die Forderungen nach strengeren Kontrollen – denn Behörden warnen vor der Gefahr, dass solche Fächer zur Verschleierung illegaler Gelder genutzt werden.

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