Köln kämpft mit 158 Millionen Euro Schulden – jetzt drohen harte Sparmaßnahmen
Köln kämpft mit 158 Millionen Euro Schulden – jetzt drohen harte Sparmaßnahmen
Köln steuert auf eine verschärfte Finanzkrise zu – die Stadt rechnet mit Schulden in Höhe von 158 Millionen Euro. Nun beraten die Verantwortlichen über dringende Sparmaßnahmen, um die Haushaltsdefizite einzudämmen und weitere Fehlbeträge zu vermeiden. Ohne Bundeshilfen warnen Beamte vor einer weiteren Zuspitzung der Lage in den kommenden Jahren.
Der Stadtrat hat bereits die Diskussionen über ein Konsolidierungskonzept aufgenommen, das die finanzielle Stabilität wiederherstellen soll. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) und Finanzdezernent Thorsten Bunte streben an, den Haushalt innerhalb des nächsten Jahrzehnts auszugleichen. Ihr Plan sieht unter anderem Einschnitte bei kommunalen Leistungen, die Auslagerung von Aufgaben oder eine Umstrukturierung der städtischen Verwaltung vor.
Eine besondere Herausforderung stellt der anstehende Renteneintritt von rund 1.400 Beschäftigten der Babyboomer-Generation dar, was zu einem spürbaren Rückgang der Ausgaben führt. Um die Verluste auszugleichen, könnte die Stadt bestimmte Gebühren erhöhen – etwa für Spielautomaten –, während die Gewerbesteuern unverändert bleiben sollen. Zudem wird die Digitalisierung von Dienstleistungen vorangetrieben, um langfristig Kosten zu senken.
Im Rahmen des neuen Plans sollen präventive Maßnahmen im Sozialbereich Vorrang erhalten. Experten wie Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, ehemaliger Kölner Oberbürgermeister, diskutierten jüngst jedoch übergreifende Fragen der Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt standen dabei demokratische Teilhabe und Stadtplanung – weniger die akuten finanziellen Probleme Kölns.
Die vorgeschlagenen Kürzungen und Reformen müssen nun politisch beraten werden. Bei einer Zustimmung könnte der Plan der Stadt helfen, die Kontrolle über ihre Finanzen zurückzugewinnen. Ohne zusätzliche Unterstützung des Bundes bleibt die Erholung Kölns jedoch unsicher.
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