Kinder in Fellinghausen kämpfen mit der Polizei für mehr Verkehrssicherheit
Tim WeberKinder in Fellinghausen kämpfen mit der Polizei für mehr Verkehrssicherheit
Kinder in Fellinghausen engagieren sich aktiv für mehr Verkehrssicherheit in der Nähe ihrer Schule. Gemeinsam mit der örtlichen Polizei halfen Viertklässler, den Verkehr zu überwachen und Autofahrer zu sensibilisieren. Der Anstoß für die Initiative war ein deutlicher Anstieg von Kinderverletzungen durch Verkehrsunfälle in der Region.
Im vergangenen Jahr verunglückten insgesamt 99 Kinder im Straßenverkehr – ein Anstieg um 74 Prozent im Vergleich zu den zwölf Monaten zuvor. Viele Unfälle ereigneten sich während der Bring- und Abholzeiten der Schulen sowie im Zusammenhang mit außerschulischen Aktivitäten. Als Reaktion darauf startete die Bezirkspolizei gezielte Kontrollen in der Nähe von Schulen und Kindergärten.
Bei einer kürzlichen Streife wurden von Beamten und den jungen Helfern fast 120 Fahrer angehalten. Die Kinder konzentrierten sich dabei auf die Erkennung von Geschwindigkeitsüberschreitungen und die Überprüfung der korrekten Nutzung von Kindersitzen. Von den angehaltenen Fahrern erhielten 36 eine freundliche "Erinnerung" an die Verkehrsregeln, während 81 eine Dankeskarte für vorbildliches Verhalten überreicht wurde.
Die Aktion stößt bei lokalen Verantwortlichen auf große Zustimmung. Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Schüler, die das Kontrollteam tatkräftig unterstützten. Auch Polizeidirektor Marcel Zirnsak sprach sich für die Kampagne aus und betonte die wichtige Rolle der Kinder bei der Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer. Unterdessen führten separate Kontrollen in Osthelden – ohne Beteiligung der Kinder – zu zwei verhängten Geschwindigkeitsstrafen.
Die Behörden bestätigten, dass weitere Streifen in Schulnähe stattfinden werden, sowohl mit als auch ohne die Mitwirkung der Kinder. Die Kampagne hat bereits zu direktem Austausch mit Autofahrern geführt, bei dem Erinnerungen und Dankeskarten verteilt wurden. Die Polizei wird die regelmäßigen Kontrollen in der Nähe von Schulen fortsetzen, um Risiken während der Hauptverkehrszeiten der Kinder zu verringern. Die Einbindung der jungen Schüler soll als Teil umfassender Maßnahmen zur Verkehrssicherheit weitergeführt werden.






