Jugendherbergen in NRW kämpfen mit sinkenden Gästezahlen im Jahr 2025

Tim Weber
Tim Weber
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Der Eingang einer kinderfreundlichen Schule zeigt einen Bogen und ein Tor in der Mitte, zwei Unterst├Ąnde auf beiden Seiten und eine Stra├če unten, mit B├Ąumen und Pflanzen im Hintergrund, die eine friedliche Atmosphäre schaffen.Tim Weber

Leichter R├╝ckgang bei Schulfahrten in Jugendherbergen NRW - Jugendherbergen in NRW kämpfen mit sinkenden Gästezahlen im Jahr 2025

Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen verzeichneten 2025 weniger Gäste – die Zahl der Übernachtungen sank um 5,4 %. Mit rund 1,54 Millionen Aufenthalten spiegelte die Region damit den bundesweiten Trend wider. Während einige Gästegruppen stabil blieben, verzeichneten andere stärkere Rückgänge, bedingt durch lokale Herausforderungen.

Schulklassen blieben im Regierungsbezirk Westfalen-Lippe die größte Gruppe und machten 42 % der Übernachtungen aus. Allerdings gingen ihre Zahlen um 4 % zurück, sodass etwa 605.000 Übernachtungen gezählt wurden. Zurückzuführen ist dieser Rückgang auch auf die vorübergehende Schließung der Jugendherberge am Cappenberger See.

Im Rheinland verzeichneten Schulgruppen ebenfalls einen leichten Rückgang: Die Übernachtungen sanken auf knapp 374.800. Dennoch stellten sie weiterhin 40,2 % aller Gäste. Gleichzeitig stieg die Zahl der Wandergruppen in der Region um 2,2 % auf 226.000 Übernachtungen.

Familienreisen in Westfalen-Lippe blieben mit rund 119.000 Aufenthalten nahezu unverändert und hielten ihren üblichen Anteil von 20 %. Dennoch gingen Gruppenbuchungen in der Region insgesamt um 11 % zurück. Als Gründe nannten die Herbergen steigende Kosten und einen Mangel an jungen Ehrenamtlichen.

Bundesweit wurden in deutschen Jugendherbergen etwa 8,8 Millionen Übernachtungen registriert. Während Regionen wie Hamburg und Schleswig-Holstein einen Rückgang von 3,85 % verzeichneten, lag der Rückgang in Bayern bei 4 %.

Der Rückgang der Übernachtungen in nordrhein-westfälischen Jugendherbergen entspricht dem allgemeinen Trend in Deutschland. Schulgruppen, die nach wie vor die größte Gruppe stellen, wurden weniger, während Wanderreisen ein leichtes Wachstum zeigten. Steigende Ausgaben und der Mangel an freiwilligen Helfern belasten die Branche weiterhin – besonders bei Gruppenbuchungen.