DVS in der Krise: Zweitgrößter Briefdienst Deutschlands meldet Insolvenz an

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Eine alte deutsche Postkarte mit einer Briefmarke, innerhalb Deutschlands adressiert, mit dem Text "Weitpostverein - Union Postale Universale" und in sehr gutem Zustand.Admin User

DVS in der Krise: Zweitgrößter Briefdienst Deutschlands meldet Insolvenz an

Deutsche Versand Service (DVS) beantragt Eigenverwaltung: Zweitgrößter Brief- und Porto-Dienst Deutschlands meldet Insolvenz an

Die Deutsche Versand Service (DVS), das zweitgrößte Brief- und Porto-Unternehmen Deutschlands, hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen, das rund 30 Prozent des Marktes für alternative Briefzustelldienste hält, begründete den Schritt mit finanziellen Belastungen durch harten Wettbewerb und steigende Kosten. Der Betrieb werde während der Umstrukturierung wie gewohnt weiterlaufen, hieß es.

Als Hauptgründe für den finanziellen Zusammenbruch nannte die DVS unter anderem die Mehrwertsteuerbefreiung der Deutschen Post für Massengeschäftspost, stark gestiegene Personalkosten sowie – nach eigener Darstellung – aggressive Preispolitik der Konkurrenz. Bereits zuvor hatte das Unternehmen eine Milliarde Euro Schadensersatz in einem Kartellrechtsverfahren gegen die Deutsche Bank eingeklagt und dieser vorgeworfen, systematisch den Wettbewerb im Geschäftsbriefsektor zu behindern.

Von der Insolvenz betroffen sind sowohl die DVS als auch ihre Tochtergesellschaft Xendis GmbH. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten bleibt die laufende Klage unberührt, da die klagende Einheit rechtlich von den operativen Bereichen der DVS getrennt wurde. Die Deutsche Bahn wies die Vorwürfe stets zurück und betonte, ihre Preisgestaltung und Steuerpraktiken seien regelkonform.

Das Landgericht Düsseldorf hat den Rechtsanwalt Markus Kier zum vorläufigen Sachwalter bestellt, der den Umstrukturierungsprozess begleiten soll. Branchenexperten warnen, dass bei einem Scheitern der Sanierung Störungen auf dem alternativen Porto-Markt und in den Zeitschriftenvertriebsnetzen drohen könnten.

Die DVS wird nun versuchen, ihre Finanzen zu stabilisieren, während der Tagesbetrieb aufrechterhalten wird. Der Ausgang der Restrukturierung wird zeigen, ob das Unternehmen seine Position als wichtiger Konkurrent der Deutschen Bahn halten kann. Das laufende Kartellverfahren bleibt unterdessen weiter unentschieden.

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