27 March 2026, 18:16

Bergisch Gladbach steht 2026 vor der Pleite – Steuern steigen, Insolvenz droht

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne" fordert und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Bergisch Gladbach steht 2026 vor der Pleite – Steuern steigen, Insolvenz droht

Bergisch Gladbach hat seinen Haushaltsplan für 2026 vorgestellt – mit einem Defizit von fast 50 Millionen Euro. Die finanzielle Lage der Stadt ist düster: Der Kämmerer warnt, dass die Insolvenz ab 2027 unvermeidbar sein könnte. Gleichzeitig müssen die Bürger mit steigenden Steuern rechnen, während die wirtschaftliche Belastung im gesamten Kreis zunimmt.

Der Haushalt sieht erhebliche Steuererhöhungen für die Einwohner vor, was die Sorgen um die finanzielle Stabilität der Stadt weiter verschärft. Bergisch Gladbach erhebt bereits jetzt überdurchschnittlich hohe Steuern im Vergleich zu anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Doch selbst diese Maßnahmen können die strukturellen Probleme offenbar nicht lösen – die Prognose des Kämmerers bleibt pessimistisch.

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Besonders in der Kritik steht die Ausgabenpolitik im Klimaschutz: Über 600.000 Euro fließen jährlich in Maßnahmen, deren Wirkung auf Hochwasserschutz oder globale Klimaziele nicht nachweisbar ist. Auch die 7,5 Millionen Euro für Asyl und Integration werfen Fragen auf – immerhin werden 70 Prozent der Anträge abgelehnt. Weitere 760.000 Euro gibt die Stadt für Stadtmarketing aus, das nach Ansicht von Kritikern weder Unternehmen anlockt noch die lokale Wirtschaft stärkt.

Die wirtschaftliche Krise trifft auch die Industrie. Bereits im Februar 2026 erklärte Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, dass die Deindustrialisierung rasant voranschreite. Bis Anfang 2025 hatten 38 Prozent der Industriebetriebe im Kreis Entlassungen angekündigt. Zwar berichten regionale Analysen von massiven Jobverlusten – etwa tausende Stellen im Münsterland –, doch ein direkter Zusammenhang mit Bergisch Gladbach oder politischen Maßnahmen wie dem Gebäudeenergiegesetz lässt sich nicht eindeutig belegen.

Auch die Verwaltungsstruktur der Stadt steht in der Diskussion. Mit 97 Stellen im Personalwesen – mehr als das Fünffache des Durchschnitts in der Privatwirtschaft bei vergleichbarer Mitarbeiterzahl – stellen sich Fragen nach Effizienz und Kostenkontrolle.

Vor diesem Hintergrund nahm sich Florian Fornoff von der AfD in einer aktuellen Rede dem Haushalt an und kritisierte die Schwerpunktsetzung der Ausgaben sowie die wirtschaftliche Instabilität.

Der Haushalt 2026 stellt Bergisch Gladbach vor harte Entscheidungen. Steuererhöhungen, ungebremste Ausgaben für wirkungslose Programme und der schwindende Industriestandort zeichnen ein düsteres Bild. Ohne grundlegende Kurskorrekturen dürften sich die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme der Stadt in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

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