Ab Januar: Neue Regelung für die Abgabeverwaltung
Ab Januar: Neue Regelung für die Abgabeverwaltung
Ab Januar: Neue Regelung für die Entlassmanagement-Versorgung
Teaser: Die Entscheidung, welche Packungsgröße im Rahmen des Entlassmanagements abgegeben werden soll, stellt Apotheken oft vor Herausforderungen. Zwar ist in der Regel die Abgabe einer N1-Packung vorgeschrieben, doch ist die Standardgröße nicht immer definiert – und in den Filialen sind oft nur größere Packungen verfügbar. Wie in solchen Fällen zu verfahren ist, war bisher nicht einheitlich geregelt. Doch ab dem 1. Januar tritt in Nordrhein-Westfalen eine neue Regelung in Kraft.
18. Dezember 2025, 00:56 Uhr
Eine neue Vorschrift für Apotheken in Nordrhein-Westfalen tritt am 1. Januar 2025 in Kraft. Die Änderung betrifft die Abgabe von Medikamenten im Rahmen der gesetzlichen Primärkrankenkassen und folgt einer Anpassung des Arzneiliefervertrags NRW, des regionalen Arzneimittelversorgungsvertrags.
Bisher waren Apotheken verpflichtet, die kleinste Standardpackungsgröße – die sogenannte N1 – abzugeben. Da diese Größe jedoch nicht immer verfügbar ist, ergaben sich insbesondere im Entlassmanagement Schwierigkeiten.
Ab dem kommenden Jahr dürfen Apotheken, die mit Primärkassen zusammenarbeiten, die kleinste verfügbare Packung ausgeben – selbst wenn diese größer als die N1 ist. Allerdings muss dies auf dem Rezept oder im Abgabebeleg dokumentiert werden. Die Abgabe einer größeren Packung ohne Begründung bleibt weiterhin verboten. Für die Ersatzkassen gelten abweichende Regelungen: Hier ist die Abgabe größerer Packungen zulässig, sofern diese ordnungsgemäß dokumentiert und mit einer speziellen PZN (06460731) gekennzeichnet werden.
Ziel der Neuregelung ist es, die Arzneimittelabgabe zu vereinfachen, wenn Standardgrößen nicht verfügbar sind. Apotheken müssen ihre Dokumentationsprozesse entsprechend anpassen. Die Änderung betrifft ausschließlich die Primärkassen in Nordrhein-Westfalen und hat vorerst keine Auswirkungen auf andere Kassenarten oder Bundesländer.
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