45-Millionen-Projekt: Bottroper Klärwerk wird unter Volllast modernisiert
Nico Peters45-Millionen-Projekt: Bottroper Klärwerk wird unter Volllast modernisiert
Die Emschergenossenschaft hat mit einer umfassenden Modernisierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen – ein Projekt im Umfang von 45 Millionen Euro. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Nachklärung, während der Betrieb der Anlage durchgehend aufrechterhalten wird. Als erstes großtechnisches Klärwerk Deutschlands, das vollständig energieautark arbeitet, versorgt es derzeit rund 1,34 Millionen Einwohnerwerte.
Das Vorhaben ist in neun Bauabschnitte unterteilt und beginnt mit der Sanierung der Hauptzulaufkanäle. Für die erste Phase wurde eine provisorische Pumpenanlage installiert, um die Abwasserbehandlung während der Arbeiten zu gewährleisten.
Im nächsten Schritt steht die Nachklärung im Mittelpunkt, die aus 36 Klärbecken besteht. Hier werden die Einlauföffnungen erweitert und neue Leitbleche eingebaut, um die Strömungsführung zu optimieren. Zudem ersetzen zwei moderne Schlammräumer die alten Aggregate – jeder übernimmt zwei Becken, was die Zuverlässigkeit erhöht.
Weitere Maßnahmen umfassen ein neues Belüftungssystem in den Kanälen für eine gleichmäßigere Luftverteilung. Zudem werden die Reinwasserkanäle abgedeckt, um das Algenwachstum zu reduzieren. Während der gesamten Bauzeit dürfen maximal vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden, um die Reinigungsstandards einzuhalten.
Ziel der Sanierung ist es, zentrale Komponenten des Bottroper Klärwerks zu modernisieren, ohne dessen Energieneutralität zu beeinträchtigen. Durch strukturelle und technische Verbesserungen bleibt die Anlage auch künftig leistungsfähig. Das Projekt soll die langfristige Zuverlässigkeit der regionalen Wasserinfrastruktur stärken.






