05 April 2026, 08:15

Zoll beschlagnahmt fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia

Ein Kaffeepaket.

Zoll beschlagnahmt fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia

Zollbeamte haben bei einer einzigen Razzia fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee beschlagnahmt. Die Aktion fand am 16. September 2025 auf dem Rastplatz Königsforst an der Autobahn A3 statt. Ein 39-jähriger syrischer Fahrer und sein Fahrzeug wurden kontrolliert, nachdem verdächtige Routenangaben Auffälligkeiten gezeigt hatten.

Bei der Überprüfung wurden etwa 245 Kilogramm löslicher Kaffee und über 176 Kilogramm Röstkaffee entdeckt – beides ohne die erforderlichen Zolldokumente. Der Steuerausfall durch diese Lieferung allein beläuft sich auf mehr als 17.000 Euro.

In Deutschland wird auf Röstkaffee eine Steuer von 2,19 Euro pro Kilogramm erhoben, auf löslichen Kaffee sind es 4,78 Euro pro Kilogramm. Während Importe aus EU-Ländern wie den Niederlanden für private Mengen bis zu zehn Kilogramm steuerfrei sind, müssen größere Sendungen deklariert werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Weitere Kontrollen in Limburg an der Lahn und Gießen führten zur Beschlagnahmung von zusätzlich dreieinhalb Tonnen unversteuerten Kaffees. Hinweise deuten zudem darauf hin, dass in den letzten Monaten weitere drei Tonnen aus den Niederlanden geschmuggelt wurden.

Im Jahr 2024 konfiszierten Zollbehörden bundesweit in ähnlichen Großrazzien rund 1.200 Tonnen unversteuerten Kaffee. Die größten Beschlagnahmungen gab es in großen Häfen wie Hamburg und Bremen. Im selben Jahr betrugen die Einnahmen aus der Kaffeesteuer in Deutschland etwa eine Milliarde Euro.

Die jüngsten Beschlagnahmungen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, den Kaffeeschmugel zu bekämpfen. Die Zollbehörden überwachen weiterhin verdächtige Lieferungen, um Steuerhinterziehung zu verhindern. Die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen laufen noch.

Quelle