Katharina Reinhold wird neue Landrätin im Rhein-Kreis Neuss mit klarer Mehrheit
Paul MaierKatharina Reinhold wird neue Landrätin im Rhein-Kreis Neuss mit klarer Mehrheit
Katharina Reinhold (CDU) ist mit 62,76 Prozent der Stimmen in der Stichwahl zur neuen Landrätin des Rhein-Kreises Neuss gewählt worden. Sie übernimmt das Amt von Hans-Jürgen Petrauschke, dessen Amtszeit als Landkreisverwalter am 31. Oktober 2025 endet. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,17 Prozent und damit leicht über dem Wert der Stichwahl 2020.
Die jüngsten Kommunalwahlen im Rhein-Kreis Neuss brachten in mehreren Städten des Kreises Führungswechsel mit sich. In Dormagen setzte sich Erik Lierenfeld (SPD) in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt mit einem deutlichen Ergebnis von 64,6 Prozent gegen die CDU-Kandidatin Anissa Saysay durch, die auf 35,4 Prozent kam. In Jüchen gewann der unabhängige Kandidat Philipp Sieben – unterstützt von der SPD – mit 57,79 Prozent der Stimmen und löste damit den amtierenden CDU-Bürgermeister Harald Zillikens ab, der 42,21 Prozent erreichte.
Reinholds Wahl zur Landrätin bedeutet die Fortsetzung der CDU-Führung im Kreis, wobei ihre Vereidigung erst in der konstituierenden Sitzung des 18. Kreistags voraussichtlich am 3. März 2026 erfolgen wird. Die Gesamtwahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen lag bei 57,41 Prozent und damit höher als 2020, als sie 53,6 Prozent betrug.
Mit Petrauschkes Ausscheiden zum 31. Oktober 2025 endet seine Amtszeit, während Reinholds Sieg über den SPD-Herausforderer Hakan Temel (37,24 Prozent) sicherstellt, dass die CDU die Verwaltung des Kreises weiterhin führt. In Neuss, der Kernstadt des Kreises, gab es in den vergangenen Jahren mehrere Koalitionswechsel: Nach CDU-geführten Bündnissen (2009–2020) regierte eine Koalition aus SPD, Grünen, UWG und "Aktiv für Neuss" (2020–2026), bevor 2026 eine CDU-SPD-Allianz an die Macht zurückkehrte.
Reinholds Erfolg festigt die Position der CDU im Rhein-Kreis Neuss, während die SPD in wichtigen Kommunen wie Dormagen und Jüchen an Einfluss gewinnt. Die gestiegene Wahlbeteiligung deutet auf ein wachsendes öffentliches Interesse an der lokalen Politik hin. Die Führungswechsel werden bis Ende 2025 und Anfang 2026 vollständig wirksam.






