22 March 2026, 08:16

Willicher Eltern kämpfen um Kita-Plätze vor der Haustür – und bleiben ohne Antworten

Eine Gruppe von Kindern hält Schilder in der Hand und steht vor einem Gebäude, während eine Frau einen Kinderwagen schiebt, in dem ein Baby liegt; auf einem Schild steht 'Wir kommen in Frieden, gebt uns unseren Daddy', umgeben von Bäumen, Strommasten, einer Flagge, einem Haus, Pflanzen und einem bewölkten Himmel.

Willicher Eltern kämpfen um Kita-Plätze vor der Haustür – und bleiben ohne Antworten

Eltern in Willich haben die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" ins Leben gerufen, um sich für lokale Kinderbetreuungslösungen einzusetzen. Die Initiative entstand, nachdem zwei geplante Kitas wegen Haushaltskürzungen und sinkender Anmeldezahlen gestrichen wurden. Die Organisatoren fordern nun von der Stadt Antworten darauf, wie Familien frühkindliche Bildung ohne längere Fahrten erreichen sollen.

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Die von Eltern der Kita Alperof angeführte Kampagne betont die Notwendigkeit von wohnortnaher Betreuung, um Stress zu verringern und Familien mehr Zeit zu geben. Ihre Ziele umfassen eine bessere Planbarkeit für berufstätige Eltern sowie den Zugang aller Kinder zu frühkindlicher Bildung in der Nähe.

Am 6. März hatten Elternvertreter und der Förderverein der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch geschickt. Da keine Antwort einging, wird nun ein zweites Schreiben vorbereitet, um die städtischen Angaben zu längeren Fahrzeiten zu Kitas zu hinterfragen. Zudem hat die Gruppe den Bürgermeister zu einem direkten Gespräch über nachhaltige Lösungen eingeladen.

Unterdessen bleibt das generationenübergreifende Zentrum Reinershof das einzige neue kommunale Kinderbetreuungsprojekt in Willich. Finanziert durch öffentliche Fördermittel, städtische Zuschüsse und einen privaten Investor, der rund 20 Millionen Euro beisteuert, verbindet das Vorhaben Seniorenwohnungen mit einer Kita. Der regionale Immobilieninvestor wird die gewerblichen Flächen bewirtschaften und den historischen Hof im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2024 sanieren. Doch bleiben Fragen, wie sich dieses hybride Finanzierungsmodell auf den Charakter des Projekts als städtische Initiative auswirkt.

Die Kita Alperof soll in das Reinershof-Zentrum umziehen, doch sorgen sich Eltern weiterhin um Kapazitäten und Erreichbarkeit. Die Streichung der beiden anderen Kita-Projekte hat viele Familien ab dem nächsten Jahr mit unsicheren Betreuungsperspektiven zurückgelassen.

Die Kampagnenverantwortlichen drängen die Willicher Verwaltung zu klaren Plänen. Da nur eine neue Kita realisiert wird, hängt die Versorgung nun vom Reinershof-Projekt ab. Die Reaktion der Stadt auf die Elternbriefe und die Gesprächsbitte wird die nächsten Schritte für die lokale Kinderbetreuung bestimmen.

Quelle