Willich gedenkt NS-Opfern und warnt vor neuem Antisemitismus und Extremismus
Willich gedenkt NS-Opfern und warnt vor neuem Antisemitismus und Extremismus
In Willich fand eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, um an die örtlichen Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung zu erinnern. Organisiert von Schülerinnen und Schülern und unterstützt von Vertretern aus der Gemeinde, umfasste die Zusammenkunft Gebete, eine Kranzniederlegung sowie Reflexionen über die Gefahren des wachsenden Extremismus. Politiker, Bildungsvertreter und Angehörige religiöser Gruppen nahmen teil, um den Opfern die Ehre zu erweisen und sich mit aktuellen Sorgen wie Antisemitismus und geschichtsrevisionistischen Tendenzen auseinanderzusetzen.
Die Veranstaltung begann mit einem Gottesdienst in der Schneekapelle, geleitet vom Religionslehrer Pierre Hein. Im Mittelpunkt stand das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus dem Lukasevangelium, das den nachdenklichen Ton für den Tag setzte.
Schülerinnen und Schüler der 10. und 13. Klassen hatten Banner vorbereitet, die an lokale NS-Opfer erinnerten. Zu den Gedenkten zählten Rosetta und Albert Salm, Lina Wallach, die Familie Schönewald, Chaim Werner Rübsteck und Cäcilie Wolff. Ein weiteres Banner nannte einen ehemaligen Willicher Polizisten, der freiwillig den nationalsozialistischen Terror unterstützt hatte.
Nach dem Gottesdienst begaben sich die Teilnehmer zum Holocaust-Mahnmal, wo eine Kranzniederlegung stattfand. Den Abschluss bildete ein Auftritt im Pädagogischen Zentrum der Schule, bei dem Marc Riedl Bodo Wartkes Lied Das Land, in dem ich leben will vortrug.
Heinz Günter Meurer, ein pensionierter Lehrer und Heimatforscher, hatte die Initiative gemeinsam mit der Schule ins Leben gerufen. Seine Recherchen und sein Engagement trugen dazu bei, dass in Willich Gedenktafeln und Stolpersteine verlegt wurden.
In den Reden wurde die Bedeutung von Erinnerung und Bildung betont. Max Mamrotski von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf verband die Befreiung von Auschwitz-Birkenau mit dem heutigen Wiedererstarken des Antisemitismus. Er rief die Jugendlichen auf, kritisch zu denken und Verantwortung zu übernehmen. Schulleiterin Andrea Großkraumbach unterstrich die Rolle der Schulen im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.
Bürgermeister Christian Pakusch verurteilte Versuche rechtsextremer Politiker, den Holocaust zu verharmlosen. Zudem äußerte er Besorgnis über aktuelle politische Entwicklungen in den USA und warnte davor, angesichts von Extremismus in Gleichgültigkeit zu verfallen.
Die Gedenkveranstaltung brachte Schüler, Lehrkräfte und Gemeinschaftsvertreter zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken und sich den heutigen Herausforderungen zu stellen. Mit Bannern, Musik und Reden wurde die Notwendigkeit betont, wachsam gegen Hass und Geschichtsverfälschung zu bleiben. Die Veranstaltung unterstrich Willichs Engagement, das Gedenken zu bewahren und eine auf Respekt und Verantwortung gegründete Gesellschaft zu fördern.
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