Wie Thyssenkrupp vor zehn Jahren Deutschlands größten Immobiliendeal einleitete – und warum er bis heute umstritten ist
Wie Thyssenkrupp vor zehn Jahren Deutschlands größten Immobiliendeal einleitete – und warum er bis heute umstritten ist
Einer der größten Immobiliendeals Deutschlands nahm vor einem Jahrzehnt seinen Anfang, als Thyssenkrupp sein riesiges Grundstücksportfolio veräußerte. Die Transaktion, bei der es um zehn Millionen Quadratmeter Land ging, wurde in fünf Pakete gebündelt und unter dem Codenamen Projekt Hera abgewickelt. Seither gibt es Zweifel, ob der Stahlkonzern die Vermögenswerte unter ihrem tatsächlichen Marktwert verkauft hat.
Die Entscheidung von Thyssenkrupp zum Verkauf fiel in eine tiefe Krise des Unternehmens. Die globale Stahlnachfrage war eingebrochen, während günstige Asien-Exporte den Markt überschwemmten und explodierende Energiekosten die Gewinne schmälerten. Unter Druck beauftragte das Unternehmen Ernst & Young Real Estate, um seine nicht zum Kerngeschäft gehörenden Immobilien als Gesamtpaket zu veräußern.
Die langfristigen Folgen des Deals sind noch immer nicht absehbar. Die Aktionäre von Thyssenkrupp könnten benachteiligt worden sein, falls das Land zu einem Bruchteil seines potenziellen Werts verkauft wurde. Gleichzeitig verzeichnen die Bilanzen der Thelen Group einen deutlichen Anstieg des Vermögenswerts – doch der tatsächliche wirtschaftliche Nutzen bleibt umstritten.
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