24 March 2026, 02:16

Widerstand gegen Willicher Neubauprojekt "Moltkedorf" wächst massiv an

Eine belebte Stadtstraße mit fahrenden Autos, Fußgängern und einem Gebäude mit der Aufschrift "Better Living Tile and Bath Center" im Hintergrund bei bewölktem Himmel, mit Strommasten und Drähten.

Widerstand gegen Willicher Neubauprojekt "Moltkedorf" wächst massiv an

Pläne für ein neues Wohngebiet in Willich stoßen auf Widerstand bei Anwohnern. Das geplante Projekt "Moltkedorf" soll mit 200 Wohneinheiten auf einem 2,9 Hektar großen Gelände den dringenden Wohnraumbedarf der Stadt decken. Doch viele Bürger äußern Bedenken wegen des Verkehrsaufkommens, der Bebauungsdichte und des Verlusts von Grünflächen.

Bis März 2026 sind bereits 147 offizielle Einsprüche eingereicht worden – weitere werden erwartet.

Das städtebauliche Konzept der Stadt für Moltkedorf sieht eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern vor, die in einer Hofanlage mit Grünflächen angeordnet werden sollen. Der Zugang zum Gelände erfolgt über die Moltkestraße, wobei ein einseitiges Ringsystem alle Einheiten verbinden soll. Für Parkplätze sind Flächen im Freien, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage vorgesehen.

Kritik gibt es vor allem an der Dimension des Projekts, insbesondere an den geplanten viergeschossigen Gebäuden in der Nähe der Kleingärten. Viele Anwohner fürchten, dass ihre Gärten künftig auf eine "hohe Mauer aus Wohnungen" blicken und der Charakter des Viertels zerstört wird. Weitere Sorgen gelten dem erhöhten Verkehrsaufkommen, der Belastung der Infrastruktur und dem Mangel an Grünflächen. In einer gemeinsamen Erklärung, die bereits von über 70 Bürgern unterzeichnet wurde und weitere Unterstützer findet, wird eine kleinteiligere Bebauung oder alternative Nutzungen gefordert – etwa Gewerbeflächen oder die Erhaltung des Landes für die Landwirtschaft.

Die Stadt hat die nächsten Schritte skizziert: die Suche nach Investoren, die Ausschreibung und die Erarbeitung eines Entwurfskonzepts. Bevor endgültige Entscheidungen fallen, ist eine weitere Runde der Bürgerbeteiligung geplant. Parallel dazu soll die Flüchtlingsunterkunft Moltkedorf bis Ende des Jahres geschlossen werden. Neue Rad- und Fußwege werden zudem die Krusestraße mit "An Liffersmühle" verbinden.

Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Phase, doch die Stadt betont, die Bürger weiterhin einzubinden. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, würde es dringend benötigten Wohnraum schaffen – könnte aber das örtliche Landschaftsbild verändern. Die finale Gestaltung hängt von Investoreninteresse, öffentlichem Feedback und Anpassungen ab, um die geäußerten Bedenken zu berücksichtigen.

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