Solarförderung-Stopp bedroht kleine PV-Anlagen in Mehrfamilienhäusern
Sebastian SchulteSolarförderung-Stopp bedroht kleine PV-Anlagen in Mehrfamilienhäusern
Geplante Kürzungen bei Solarförderung gefährden Rentabilität kleiner Anlagen in Mehrfamilienhäusern
Die Warnung stammt aus einer neuen Studie der Ökonomen Andreas Fischer und Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Ihre Erkenntnisse, über die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, zeigen Risiken für Vermieter und Mieter auf, falls die Änderungen umgesetzt werden.
Die Untersuchung ist Teil des Kopernikus-Projekts Ariadne, das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet wird. Sie analysiert die Folgen einer Streichung der EEG-Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik(PV)-Anlagen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat bereits Signal gegeben, diese Zahlungen abschaffen zu wollen.
Ohne Förderung könnten viele kleine Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern unwirtschaftlich werden. Die Forscher nannten zwar keine genauen Zahlen, wie viele solche Anlagen in Wohngebäuden installiert sind. Doch die Gesamtzahl der PV-Anlagen in Deutschland stieg von etwa 2,4 Millionen im August 2022 auf 4 Millionen bis Ende 2024.
Laut Studie drohen Vermietern und Wohnungsgenossenschaften finanzielle Belastungen. Mieter müssten möglicherweise mit höheren Betriebskosten rechnen, wenn gemeinsame Solarprojekte Verluste schreiben. Die Ökonomen raten der Politik, Zeitplan und Umfang des Förderabbaus zu überdenken.
Die geplante Streichung der Subventionen könnte kleine Solaranlagen in Mehrfamilienhäusern unrentabel machen und so den Ausbau von Dach-Solaranlagen in Städten bremsen. Die Autoren der Studie fordern einen schrittweisen Ausstieg, um die deutschen Ziele für erneuerbare Energien nicht zu gefährden.






