Wasserkraft in NRW stagniert: Nur ein Mini-Kraftwerk ging 2025 ans Netz
Verband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - Wasserkraft in NRW stagniert: Nur ein Mini-Kraftwerk ging 2025 ans Netz
Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 kaum Zuwachs bei der Wasserkraft
In Nordrhein-Westfalen gab es 2025 so gut wie kein Wachstum im Bereich der Wasserkraft. Lediglich eine kleine Anlage ging ans Netz – ein fast vollständiger Stopp des Ausbaus. Branchenexperten und Verantwortliche zeigen sich besorgt über die Stagnation und führen regulatorische Hürden sowie Widerstand von Naturschutzverbänden als Gründe an.
Die einzige Neuerung im vergangenen Jahr war ein Mini-Kraftwerk in Düren. Mit einer Leistung von nur 26 Kilowatt trägt es kaum zur Energieversorgung des Landes bei. Ende 2025 verfügte NRW insgesamt über 517 Wasserkraftanlagen, die zusammen weniger als 191 Megawatt Strom erzeugen.
Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) spricht von einem Stillstand. Verbandsvorsitzender Hans-Josef Vogel warnte, dass die ausbleibende Entwicklung im Widerspruch zu den Klimaschutz- und Energiezielen des Landes stehe. Trotz geeigneter Standorte an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre scheitern neue Projekte an erheblichen Hindernissen.
Naturschutzverbände und Behörden blockieren in einigen Gebieten aktiv den Ausbau der Wasserkraft. Lange Genehmigungsverfahren schrecken potenzielle Betreiber zusätzlich ab. Gleichzeitig sieht der Entwurf der Landeswasserstrategie eine beschleunigte Beseitigung von Flussbarrieren vor – was indirekt die Möglichkeiten für künftige Wasserkraftprojekte einschränken könnte.
Bundesweit verzeichnete die Kleinwasserkraft in den vergangenen fünf Jahren laut Berichten der Bundesnetzagentur und des BDEW ein moderates Wachstum. Doch die Zahlen aus NRW für 2025 zeigen: Keine neuen konventionellen Anlagen, nur ein Mini-Kraftwerk – ein deutlicher Kontrast zu den bundesweiten Trends.
Die Wasserkraft in NRW bleibt damit auf dem Stand. Mit nur einer kleinen Neuanlage 2025 erzeugen die 517 Anlagen des Landes weiterhin weniger als 191 Megawatt – weit unter dem möglichen Potenzial. Ohne Reformen bei Genehmigungsverfahren oder weniger Widerstand drohen weitere Verzögerungen bei der Erreichung der Erneuerbaren-Ziele.
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