VW Logistik-Chef Motter rüstet sich gegen künftige Lieferkettenkrisen mit neuen Strategien
Nico PetersVW Logistik-Chef Motter rüstet sich gegen künftige Lieferkettenkrisen mit neuen Strategien
Simon Motter, Geschäftsführer der Volkswagen Group Logistics, ergreift Maßnahmen, um die Reaktion des Unternehmens auf künftige logistische Herausforderungen zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen dabei eine bessere Steuerung der Vorlaufzeiten sowie ein effizienteres Management der Fertigfahrzeugbestände und des eingesetzten Kapitals.
Während des globalen Chipmangels handelte die Group Logistics entschlossen: Halbleiter wurden gezielt zugewiesen, und für jede Stufe der Lieferkette und Produktion wurden Verantwortliche eingesetzt, die den Prozess überwachten. Diese Erfahrungen haben die Krisenreaktion gestärkt – etwa durch den Einsatz von Sonderflügen und Lkw-Transporten aus China, wann immer es erforderlich war.
Das Team hat zudem die Transparenz tief in die Zuliefererkette der Stufe N hinein erweitert. Kritische Komponenten und strategische Materialien für Batteriezellen und -module werden nun detaillierter nachverfolgt. Gleichzeitig wurden Dienstleistungen und Kapazitäten für die Routen zwischen Europa und Nordamerika ausgebaut.
2023 zwangen Engpässe im Schienengüterverkehr zu einer Verlagerung auf den Straßentransport, um die Fahrzeugauslieferungen sicherzustellen. Seitdem hat Motter die Kapazitätsplanung für die Fahrzeuglogistik verbessert und das Partnermanagement optimiert. Obwohl er grundsätzlich mit externen Dienstleistern zusammenarbeitet, zielen diese Änderungen darauf ab, die Planung der Fahrzeuglogistik langfristig zuverlässiger zu gestalten.
Die Volkswagen Group Logistics sieht sich weiterhin häufigen Störungen ausgesetzt. Mit den jüngsten Maßnahmen – von der Lieferketten-Transparenz bis hin zur Krisenbewältigung – soll der Betrieb stabilisiert werden. Ziel ist es, künftige logistische Probleme frühzeitig zu erkennen und abzumildern, bevor sie entstehen.






