Von verlorenen Schlüsseln bis zu Milliarden-Pannen: Eine Woche voller Kuriositäten
Paul MaierVon verlorenen Schlüsseln bis zu Milliarden-Pannen: Eine Woche voller Kuriositäten
Eine Nacht des unerwarteten Chaos für zwei City-AM-Journalisten – und andere skurrile Pannen der Woche
Für zwei Journalisten der City AM endete ein hochkarätiger Abend in einem unerwarteten Debakel, als ihre Habseligkeiten spurlos verschwanden. Doch damit nicht genug: Ein milliardenschwerer Rechenfehler und ein peinlicher Schreibfehler im Parlament rundeten die Woche der Kuriositäten ab. Die Vorfälle ließen sowohl Fachleute als auch Politiker in hektische Schadensbegrenzung verfallen.
Bei der Verleihung der City-AM-Awards sahen sich Adam Bloodworth und Anna Moloney mit einem ungewöhnlichen Problem konfrontiert: Ihre Taschen – inklusive Hausschlüssel – waren aus der Garderobe der historischen Guildhall in London verschwunden. Ohne Zugang zu ihren Wohnungen strandeten die beiden schließlich auf dem Boden des Gästezimmers eines Kollegen. Am nächsten Morgen musste Moloney ihren Arbeitsweg sogar in fünf Zentimeter hohen Absätzen bewältigen – ihre bequemen Schuhe waren ebenfalls verschwunden.
Doch die Pannenreihe riss nicht ab. Der Scottish Mortgage Investment Trust blähte in einem Jahresbericht versehentlich den Wert seiner SpaceX-Beteiligung auf atemberaubende 1,25 Billionen Dollar auf – eine Summe, die selbst den tatsächlichen Unternehmenswert des Raumfahrtunternehmens in den Schatten gestellt hätte. Stunden später ruderte der Fonds zurück: Die 1,25 Billionen bezifferten den gesamten geschätzten Wert von SpaceX, nicht den Anteil des Trusts. Der Fehler sorgte kurzzeitig für Aufsehen in Finanzkreisen, bevor die Korrektur erfolgte.
Im Parlament nahm die Kampagne eines Labour-Hinterbänklers für einen „Summer of Sex“ (Sommer der Liebe) eine unfreiwillig komische Wendung. Ein Tippfehler in Werbematerialien verwandelte den konservativen Abgeordneten Andrew Griffith vom „Shadow Business Secretary“ (Schattenminister für Wirtschaft) zum „Shadow Business Sexretary“ – ein Schnitzer, der schnell behoben wurde, aber nicht bevor Screenshots im Netz die Runde machten.
Auch Andy Burnham, der selbsternannte „King of the North“ und Bürgermeister von Greater Manchester, sorgte für Gesprächsstoff – allerdings nicht wegen seiner Politik, sondern wegen einer luxuriösen Zugfahrt. Normalerweise als Fürsprecher des öffentlichen Nahverkehrs bekannt, wurde Burnham in einem Erste-Klasse-Abteil nach London fotografiert. Eine kleine Ironie, die Debatten auslöste, ob der „König des Nordens“ seine Prinzipien für mehr Komfort über Bord geworfen habe.
Von verlorenen Schlüsseln bis zu Milliarden-Fehlern: Kleine Pannen mit großer Wirkung
Der Ärger begann bei den City-AM-Awards in der historischen Guildhall. Nach der Veranstaltung wollten Bloodworth und Moloney ihre Sachen aus der Garderobe holen – doch ihre Taschen mit Geldbeuteln, Handys und vor allem den Wohnungsschlüsseln waren verschwunden. Ohne Möglichkeit, in ihre Wohnungen zu gelangen, verbrachten sie die Nacht auf dem Boden des Gästezimmers ihres Digital-Chefs.
Am nächsten Tag erschien Moloney im Büro – in denselben fünf Zentimeter hohen Absätzen wie am Vorabend, da ihre praktischen Schuhe ebenfalls abhandengekommen waren. Bloodworth musste sich derweil das Nötigste von Kollegen leihen. Die Situation war frustrierend, doch Kollegen scherzten später über das ungewöhnliche Abenteuer.
Doch die Woche hatte noch mehr Kuriositäten zu bieten: Der Scottish Mortgage Investment Trust veröffentlichte in seinem Jahresbericht eine spektakuläre Fehleinschätzung. Demnach sollte der Wert seiner SpaceX-Beteiligung 1,25 Billionen Dollar betragen – eine Zahl, die selbst den Gesamtwert des Unternehmens bei Weitem überstiegen hätte. Erst Stunden später wurde der Fehler korrigiert: Die 1,25 Billionen bezifferten den gesamten geschätzten Unternehmenswert von SpaceX, nicht den Anteil des Trusts. Die Panne sorgte kurz für Verwirrung in Finanzkreisen, bis die Richtigstellung erfolgte.
Im Parlament geriet die Kampagne eines Labour-Abgeordneten für einen „Summer of Sex“ durch einen Tippfehler zum unfreiwilligen Running Gag. Aus dem „Shadow Business Secretary“ Andrew Griffith wurde in Werbematerialien der „Shadow Business Sexretary“ – ein Lapsus, der zwar schnell behoben wurde, aber nicht bevor die peinliche Variante im Netz viral ging.
Andy Burnham, der als Verfechter des öffentlichen Verkehrs gilt, sorgte derweil mit einer Erste-Klasse-Fahrt nach London für Aufsehen. Die Bilder des „Königs des Nordens“ in luxuriöser Zugumgebung kontrastierten mit seinem sonstigen Image – und lösten diskrete Diskussionen aus, ob der Bürgermeister hier eine Ausnahme gemacht hatte.
Fazit: Kleine Fehler, große Folgen
Die Pannen der Woche hinterließen eine Spur von Korrekturen und Improvisationen. Bloodworth und Moloney erhielten ihre Habseligkeiten zurück – wenn auch erst nach einer unbequemen Nacht und einem beschwerlichen Arbeitsweg. Der Scottish Mortgage Investment Trust berichtigte seine Angaben, und SpaceX’ Bewertung war wieder korrekt dargestellt. Auch das Parlament beseitigte den Tippfehler, doch der Lapsus sorgte noch für einige Schmunzler.
Für Burnham wurde die Erste-Klasse-Fahrt zum Gesprächsthema – ein Kontrast zu seinen sonstigen Transportgewohnheiten. Jeder dieser Vorfälle, so klein sie auch scheinen mögen, zeigte einmal mehr, wie schnell selbst Alltagssituationen durch kleine Fehler oder verlorene Schlüssel aus den Fugen geraten können.






