15 May 2026, 10:17

Ananassaft wird knapp: Warum die Preise jetzt explodieren

Ein Feld voller Ananaspflanzen mit grünen Blättern und reifen Ananas

Ananassaft wird knapp: Warum die Preise jetzt explodieren

Ananas-Saftpreise in Deutschland schießen wegen massiver Knappheit in die Höhe

Die Preise für Ananassaft in Deutschland sind aufgrund eines schweren Angebotsmängels stark angestiegen. Ursache sind extreme Wetterbedingungen in den wichtigsten Anbauregionen, die die Lieferketten unterbrochen und die Kosten in die Höhe getrieben haben. Verbraucher sehen sich nun mit eingeschränkten Auswahlmöglichkeiten konfrontiert, da die Lagerbestände zur Neige gehen.

Die Krise begann bereits 2023, als ein starkes El-Niño-Phänomen in Costa Rica – dem größten Lieferanten von direktem Ananassaft – zu einer schweren Dürre führte. Die Ernteverluste waren verheerend, die Erträge fielen weit unter das übliche Niveau. Im folgenden Jahr verschärften heftige Regenfälle durch La Niña die Lage zusätzlich und richteten weitere Schäden in den Ananasplantagen an.

Auch Thailand, der weltweit größte Produzent von Ananassaftkonzentrat, kämpft mit den Folgen. Die Dürre 2023 ließ die Erträge auf weniger als die Hälfte der Vorjahre schrumpfen. Die Philippinen und Indonesien, die nächstgrößten Lieferländer, hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, was die globale Versorgung weiter verschärfte.

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Da die Preise für Orangensaft bereits hoch waren, stiegen viele Verbraucher auf Ananassaft als günstigere Alternative um. Diese plötzliche Nachfragesteigerung ließ die verbliebenen Lagerbestände schneller als erwartet schwinden. Direkter Ananassaft kostet mittlerweile rund 1.300 US-Dollar pro Tonne – ein Anstieg um 50 Prozent in nur sechs Monaten. Das Konzentrat hat sogar die Marke von 5.000 US-Dollar pro Tonne überschritten und setzt so Hersteller und Händler unter Druck.

Die Knappheit hat Deutschland mit schrumpfenden Reserven und explodierenden Preisen zurückgelassen. Solange sich die Wetterbedingungen nicht bessern und die Ernten sich nicht erholen, wird Ananassaft knapp und teuer bleiben. Lieferanten suchen nun fieberhaft nach alternativen Bezugsquellen, um die Nachfrage zu decken.

Quelle