ver.di ruft zu Kita-Protesten: "Frühkindliche Bildung am Limit"
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für den 13. Februar Proteste gegen die sich verschlechternden Bedingungen in der frühkindlichen Bildung angekündigt. Andrea Becker, Leiterin des ver.di-Bereichs Frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen, warnt, dass die aktuellen Personal- und Ressourcenengpässe eine qualitativ hochwertige Betreuung und Förderung unmöglich machen.
Erzieher:innen kämpfen mit hohen Krankheitsständen, massivem Personalmangel und ungünstigen Betreuungsschlüsseln. Übergroße Gruppen verschärfen die Situation zusätzlich, während die geplante Einführung der ganztägigen Grundschulbetreuung die Krise weiter vertiefen könnte.
Becker kritisiert das „Kita-Notfallprogramm“ scharf, da es die Qualitätsstandards senke und die Lage verschlimmere. Sie fordert einen schrittweisen Aktionsplan, um den Betrieb zu stabilisieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das nordrhein-westfälische Bildungsprogramm, das auf ganzheitlichen und inklusiven Prinzipien basiert, droht so ausgehöhlt zu werden.
Im Rahmen der Proteste werden pädagogische Fachkräfte symbolisch die Landesbildungspläne in Archiven und Museen verschiedener Städte hinterlegen. Sie hoffen, diese Konzepte nach Überwindung der Krise wieder in Anspruch nehmen zu können.
Die Aktionen unterstreichen den dringenden Bedarf an mehr Personal und Ressourcen in der frühkindlichen Bildung. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Bereich seine bildungspolitischen Ziele kaum noch erfüllen. Die Gewerkschaft setzt sich mit ihren Protesten für nachhaltige Lösungen der anhaltenden Herausforderungen ein.






