05 June 2026, 19:10

UN-Klimakonferenz in Bonn diskutiert Geschlechtergerechtigkeit als Schlüssel für effektiven Klimaschutz

Konferenz betont den intersektionalen Einfluss der Klimakrise

UN-Klimakonferenz in Bonn diskutiert Geschlechtergerechtigkeit als Schlüssel für effektiven Klimaschutz

Ein kürzlich stattgefundener Nebenveranstaltung der UN-Klimakonferenz 2024 in Bonn brachte unterschiedliche Stimmen zusammen, um sich mit der Geschlechterungleichheit im Klimaschutz auseinanderzusetzen. Die unter dem Titel „Die intersektionalen Auswirkungen des Klimawandels angehen: Geschlechtergerechtigkeit im Klimaschutz aus Glaubensperspektiven“ abgehaltende Veranstaltung konzentrierte sich auf Strategien, um Geschlechtergerechtigkeit in Umweltpolitik zu verankern. Mitveranstaltet vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und mehreren religiösen Gruppen, betonte die Sitzung die Notwendigkeit inklusiver Lösungsansätze.

Die Veranstaltung war eine gemeinsame Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen, der Brahma Kumaris, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, des Lutherischen Weltbundes und der ACT Kirche Schwedens. Sie zog Teilnehmer:innen aus indigenen Gemeinschaften, Nichtregierungsorganisationen, Regierungen, Forschungsinstitutionen und Glaubensorganisationen an – insbesondere aus dem globalen Süden. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand, wie der Klimawandel marginalisierte Gruppen wie Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen überproportional trifft.

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Max Weber, einer der Moderatoren der Veranstaltung, unterstrich die Bedeutung der Einbindung junger Aktivist:innen in Entscheidungsprozesse. Der Absolvent des Ökumenischen Instituts in Bossey wird die Evangelische Kirche im Rheinland beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2027 vertreten. Er warnte, dass Klimaschutzmaßnahmen dringend die Bedürfnisse gefährdeter Bevölkerungsgruppen berücksichtigen müssten, bevor irreversible Schäden eintreten.

Die Nebenveranstaltung stärkte die Rolle von religiösen und zivilgesellschaftlichen Gruppen bei der Gestaltung von Klimapolitik. Durch die Einbeziehung vielfältiger Perspektiven – insbesondere von Frauen und jungen Führungskräften – wollten die Organisator:innen gerechtere Lösungen entwickeln. Die Diskussionen dürften künftige Advocacy-Bemühungen auf lokaler und internationaler Ebene prägen.

Quelle