15 May 2026, 22:18

Solingen plant 800-Prozent-Erhöhung für Anwohnerparkausweise auf 240 Euro pro Jahr

Schwarz-weiß-Foto einer belebten Stadtstraße mit Fahrzeugen einschließlich einem Bus, Auto und Lieferwagen, Fußgängern auf dem Gehweg, einige halten Regenschirme, und Gebäuden, Pfählen und Verkehrszeichen im Hintergrund.

Solingen plant 800-Prozent-Erhöhung für Anwohnerparkausweise auf 240 Euro pro Jahr

Solingen plant drastische Erhöhung der Anwohnerparkausweise von 30 auf 240 Euro pro Jahr

Die Stadt Solingen will die Gebühren für Anwohnerparkausweise von 30 auf 240 Euro jährlich anheben – eine Steigerung um 800 Prozent. Dieser drastische Anstieg stößt bei der FDP auf scharfe Kritik. Die Partei wirft der Stadt vor, damit einkommensschwache Haushalte unverhältnismäßig zu belasten, und fordert stattdessen eine ausgewogenere Verkehrspolitik.

Mit der geplanten Erhöhung würden die Verwaltungskosten für die Parkausweise von 30 auf 240 Euro pro Jahr steigen. Die FDP bezeichnet diesen Anstieg als überzogen und verweist darauf, dass selbst Köln – eine Stadt mit deutlich höherer Parkraumnachfrage – für vergleichbare Genehmigungen weitaus geringere Gebühren erhebt.

Gleichzeitig beabsichtigt Solingen, die Anzahl der verfügbaren Straßenparkplätze zu reduzieren. Die FDP kritisiert diese Kombination aus höheren Gebühren und weniger Stellplätzen als kontraproduktiv. Solche Maßnahmen schürten unnötige Konflikte, statt Verkehrsfragen zu lösen, argumentiert die Partei.

Stattdessen setzt sich die FDP für eine moderate Gebührenanpassung ein, verbunden mit einer besseren Parkraumsteuerung. Ihr Vorschlag sieht vor, Fahrern weiterhin faire Zugangsbedingungen zu bieten, während gleichzeitig die Angebote für ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger verbessert werden. Besonders betont die Partei die Notwendigkeit einer durchdachten Parkraumpolitik statt einer reinen Strafgebührenstrategie.

Von der Gebührenerhöhung wären vor allem einkommensschwache Haushalte betroffen, da keine Ausnahmen oder Ermäßigungen vorgesehen sind. Die FDP drängt weiterhin auf eine inklusivere Verkehrspolitik, die die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Die endgültige Entscheidung der Stadt über den Vorschlag steht noch aus.

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