26 June 2026, 22:13

Supply-Chain-Management drängt in die Chefetagen der Großkonzerne

Die Supply-Chain braucht eine eigene Bewegung in der C-Suite

Supply-Chain-Management drängt in die Chefetagen der Großkonzerne

Die Bedeutung des Supply-Chain-Managements in großen Unternehmen gewinnt zunehmend an Gewicht. Branchenführer fordern eine stärkere Vertretung auf höchster Entscheidungsebene. Dieser Wandel spiegelt die wachsende Komplexität und Relevanz der Logistik in modernen Geschäftsprozessen wider.

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Martin Corner, der bei Aston Martin für Supply Chain und Logistik verantwortlich ist, geht davon aus, dass dieser Bereich innerhalb der nächsten fünf Jahre einen eigenen Sitz in der Geschäftsführung erhalten sollte. Er argumentiert, dass die Supply Chain als eigenständige Funktion neben anderen Führungspositionen etabliert werden müsse. Bereits jetzt tauschen sich Logistik- und Supply-Chain-Verantwortliche häufiger mit der obersten Führungsebene aus, um Strategien abzustimmen.

Auch andere Branchenvertreter teilen diese Einschätzung. Michael Schuetrumpf, Leiter der Vertragslogistik bei DP World Europe, bezeichnet Supply Chain und Logistik als den vielschichtigsten und spannendsten Bereich im Unternehmen. Jean-Christophe Deville, bei Toyota Motor Europe für Produktion und Fahrzeuglogistik zuständig, betont die Notwendigkeit strategischer Planung, um langfristig Mehrwert zu schaffen.

Digitale Fortschritte prägen die Branche ebenfalls. Renault und Bosch profitieren bereits von ihren Investitionen in digitale Lösungen. Unternehmen erkunden zunehmend Cloud-basierte Systeme für die Logistik fertiger Fahrzeuge. Gleichzeitig treibt Europa die Batterieproduktion voran, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Automobilhersteller und Zulieferer arbeiten an einer besseren Abstimmung der Lieferketten – Audi geht dabei mit Initiativen für eine nachhaltigere Zukunft voran.

Die Forderung nach einer Vertretung in der Geschäftsführung unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung der Supply Chain. Digitale Werkzeuge und eine engere Verzahnung mit den Unternehmenszielen sollen Effizienz und Entscheidungsfindung verbessern. Diese Entwicklungen zielen darauf ab, aktuelle Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die Weichen für zukünftige Anforderungen zu stellen.

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