Streit um Waldrodung in Münster: Ökologie gegen Wirtschaftsinteressen
Ein Bauunternehmen aus Münster plant die Rodung eines Mischwaldes, um seine Betriebsflächen zu erweitern. Die Grünen lehnen das Vorhaben scharf ab und bezeichnen es als ökologischen Fehler. Der Wald sei essenziell für den Klimaschutz und die Naherholung der Bevölkerung, so die Partei.
Das Unternehmen möchte sein Gelände um 2,5 Hektar vergrößern, wobei alte Laubbäume und Douglasien gefällt werden müssten. Zudem filtert der Wald Staubemissionen und schützt so benachbarte Kasernen vor Belastungen.
Laut den Grünen haben lediglich drei Ausschussmitglieder den Wald vor der Freigabe der Rodung besichtigt – viel zu wenig, wie sie kritisieren. Sie fordern alle Ratsmitglieder auf, sich persönlich vor Ort ein Bild zu machen.
Die Partei kündigte an, eine Petition auf OpenPetition zu starten, um öffentliche Unterstützung zu mobilisieren. Ersatzpflanzungen könnten den Verlust des Ökosystems nicht ausgleichen, betonen sie. Ihre Position ist klar: Die Gesellschaft müsse Naturressourcen schützen und alternative Wege für wirtschaftliches Wachstum finden.
Durch die Erweiterung würde ein Wald zerstört, der sowohl als Schadstoffbarriere als auch als Erholungsraum dient. Die Grünen pochen auf bessere Entscheidungsprozesse und nachhaltige Lösungen – und hoffen, dass öffentlicher Druck die Rodung noch verhindert.






