Stefan Raabs TV-Comeback 2024: Warum die Quoten enttäuschen und Pocher hart urteilt
Sebastian SchulteStefan Raabs TV-Comeback 2024: Warum die Quoten enttäuschen und Pocher hart urteilt
Stefan Raab kehrte im September 2024 mit großem Medienrummel ins Fernsehen zurück – nach seinem viel diskutierten Revanchekampf gegen Regina Halmich. Doch sein Comeback stößt auf scharfe Kritik, vor allem von Kollege Oliver Pocher, der den neuen Sendungen vorwirft, beim Publikum nicht anzukommen.
Raab prägte einst das deutsche Fernsehen mit TV total und erreichte Spitzenquoten von 20 bis 30 Prozent bei jungen Zuschauern. Doch seine jüngsten Projekte scheitern daran, an diese Erfolge anzuknüpfen. Seine Comedy-Improshow Hier gewinnt man kein Million wurde nach schwachen Einschaltquoten abgesetzt, während seine wöchentliche Late-Night-Sendung mittlerweile nur noch 380.000 Zuschauer verzeichnet. Selbst seine Quizshow Die Unzerquizbaren kam lediglich auf 8,3 Prozent – weit entfernt von seinen früheren Hochs.
Oliver Pocher, der sich selbst als TV-Macher etabliert hat, äußert sich unmissverständlich über Raabs Rückkehr: Er spricht von einem "spektakulären Reinfall" und wirft dem Entertainer vor, mit Formaten wie Die Stefan Raab Show (6,8 Prozent Quote) oder Wer weiß wie wann was war? (17 Prozent bei der Premiere, später 12,8 Prozent) uninspiriert und schlecht anzukommen. Pocher unterstellt Raab, sich mit der Rückkehr "selbst das Grab zu schaufeln", nachdem er einst schwor, endgültig mit dem Fernsehen zu brechen.
Pocher, der eigene TV-Konzepte entwickelt hat, bezeichnet Raabs neueste Arbeiten als "den alten Schrott" und zweifelt daran, dass die Sendungen jemals die kulturelle Strahlkraft von TV total erreichen werden – einer Show, die einst Maßstäbe im deutschen Unterhaltungsfernsehen setzte.
Zwar zeigen Raabs Quoten mit Wer weiß wie wann was war? leichte Besserung, doch die Zahlen bleiben weit hinter seinen Glanzzeiten zurück. Seine aktuellen Formate stoßen weiterhin auf Skepsis bei Kritikern und Publikum alike. Ob es ihm gelingt, an frühere Erfolge anzuknüpfen, bleibt fraglich.






