24 May 2026, 22:14

Staatsbürgerschaftsreform 2024: Schnellere Einbürgerung und doppelte Staatsangehörigkeit möglich

SPD: "Reform des Staatsbürgerschaftsrechts war überfällig"

Staatsbürgerschaftsreform 2024: Schnellere Einbürgerung und doppelte Staatsangehörigkeit möglich

Neue Staatsbürgerschaftsreform in Deutschland erleichtert Einbürgerung für Migrantinnen und Migranten

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Die geplante Reform des Staatsangehörigkeitsrechts soll es Zuwanderern künftig einfacher machen, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben. Dazu gehören kürzere Mindestaufenthaltszeiten und erweiterte Möglichkeiten für die doppelte Staatsbürgerschaft. Zwei Abgeordnete stellten die Details kürzlich bei einer öffentlichen Veranstaltung in Solingen vor.

Über 50 Interessierte kamen im Mehrgenerationenhaus Solingen zu einer Informationsveranstaltung der SPD-Arbeitsgruppe „Migration und Vielfalt“ zusammen. Gülistan Yüksel, Bundestagsabgeordnete aus Mönchengladbach, und Ingo Schäfer, Vertreter Solingens im Bundestag, erläuterten die zentralen Punkte der Reform. Beide sind Mitglieder im „Innen- und Heimat“ausschuss und haben an der Ausarbeitung des Gesetzes mitgewirkt.

Die Reform verkürzt die erforderliche Aufenthaltsdauer für eine Einbürgerung von bisher acht auf fünf Jahre. Personen mit „besonderen Integrationsleistungen“ – etwa sehr guten Deutschkenntnissen oder ehrenamtlichem Engagement – können bereits nach drei Jahren einen Antrag stellen. Angehörige der „Gastarbeitergeneration“ werden künftig von der schriftlichen Deutschprüfung befreit. In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern erhalten automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn mindestens ein Elternteil seit mehr als fünf Jahren legal im Land lebt.

Das Gesetz stärkt zudem die demokratischen Werte Deutschlands: Antragstellende müssen sich zur „freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ bekennen – antisemitisches, rassistisches oder menschenverachtendes Verhalten wird ausdrücklich als Ausschlusskriterium genannt. Bei der Veranstaltung ging es auch um die umstrittenen Abschiebepläne der AfD und rechtsextremer Gruppen.

Die Reform setzt damit langjährige Forderungen um, die Einbürgerung zu vereinfachen und Mehrstaatigkeit zuzulassen. Ziel ist es, Zuwanderer schneller zu integrieren, ohne dabei demokratische Prinzipien zu vernachlässigen. Die Änderungen treten in Kraft, sobald das Gesetz formal verabschiedet wird.

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