10 June 2026, 00:40

SPD-Politiker kämpft gegen Rentenerhöhung für Feuerwehrleute in NRW

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker kämpft gegen Rentenerhöhung für Feuerwehrleute in NRW

SPD-Abgeordneter Ingo Schäfer hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren zu belassen. In einem Schreiben an führende Politiker warnte er, dass eine Anhebung auf 61 Jahre die ohnehin schon stark belasteten Kräfte zusätzlich überfordern würde. Schäfer ist im Innenausschuss des Bundestags für den Zivilschutz und das Beamtenrecht zuständig.

Der Brief richtete sich an Ministerpräsident Hendrik Wüst, stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur und Innenminister Herbert Reul. Schäfer betonte, dass der Feuerwehrberuf nach wie vor zu den körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten gehöre – viele Einsatzkräfte hätten bei Erreichen des 60. Lebensjahres bereits mehr als 35 Dienstjahre hinter sich.

Er verwies zudem darauf, dass Feuerwehrleute in NRW nicht nur Brände bekämpften, sondern auch regelmäßig im Rettungsdienst im Einsatz seien. Zur Untermauerung seiner Argumentation führte er Baden-Württemberg an, das eine ähnliche Entscheidung rückgängig gemacht und die Altersgrenze wieder auf 60 Jahre gesenkt habe.

Schäfer forderte eine Überprüfung der Überstundenaufzeichnungen und der unbesetzten Stellen im Land. Er lud die Verantwortlichen sogar ein, Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von den täglichen Belastungen der Feuerwehrleute zu machen.

Die Landesregierung plant, das Renteneintrittsalter auf 61 Jahre anzuheben. Schäfers Schreiben pocht darauf, die aktuelle Grenze von 60 Jahren beizubehalten – angesichts der extremen körperlichen Anforderungen des Berufs. Damit setzt er die Politiker unter Zugzwang, ihre Pläne noch einmal zu überdenken.

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