Solinger Initiative attackiert umstrittene Szenariostudie zum Theater-Abriss
Sebastian SchulteSolinger Initiative attackiert umstrittene Szenariostudie zum Theater-Abriss
Eine politische Gruppierung in Solingen hat eine neue Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theaters und Konzerthauses scharf kritisiert. Die Initiative SG_zukunft wirft dem Bericht vor, nicht neutral zu sein und zentrale Fragen unberücksichtigt zu lassen. Die Debatte über die Zukunft des Veranstaltungsorts dürfte in den kommenden Tagen weiter an Fahrt aufnehmen.
Laut SG_zukunft sei die Studie mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden. Die Gruppe stellt zudem ihre Glaubwürdigkeit infrage und verweist auf frühere Kostenexplosionen bei öffentlichen Projekten wie der Feuerwehrwache in Ohligs. Wie die Gruppierung angibt, stammen die zugrundeliegenden Daten vor allem aus der Stadtverwaltung und der Feuerwehr.
Die Initiative lehnt Pläne ab, das Theater und das Konzerthaus abzureißen, um Platz für eine neue Feuer- und Rettungswache zu schaffen. Sie warnt davor, den kulturellen Wert allein an wirtschaftlichen Kriterien zu messen. Weitere Bedenken gelten den ökologischen Folgen eines Abrisses – etwa dem gebundenen CO₂-Ausstoß und einem unterirdischen Bunker –, die in der Studie nicht ausreichend untersucht worden seien.
Auch verkehrstechnische Probleme, die mit einem möglichen Neubau der Feuerwehrwache am Standort verbunden wären, werden thematisiert. In Kürze werden sich die politischen Gremien der Stadt mit der Zukunft des Veranstaltungsorts befassen.
Die Ergebnisse der Studie bleiben umstritten. SG_zukunft stellt sich weiterhin gegen die Abrisspläne für Theater und Konzerthaus. Die politischen Diskussionen zu dem Thema dürften in den nächsten Tagen noch hitziger werden.
