Solingen plant Haushalt 2024 mit 87-Millionen-Defizit – aber ohne Steuererhöhungen
Paul MaierSolingen plant Haushalt 2024 mit 87-Millionen-Defizit – aber ohne Steuererhöhungen
Der Stadtrat von Solingen hat den Entwurf für den Haushalt 2024 von Bürgermeister Tim Kurzbach und Stadtkämmerer Daniel Wieneke erhalten. Der Plan weist ein Defizit von 87 Millionen Euro aus, verzichtet jedoch auf Steuererhöhungen und strebt Einsparungen in Höhe von 13,4 Millionen Euro an. Die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, was die langfristige finanzielle Stabilität angeht, und gehen davon aus, dass bei Einhaltung der Ziele innerhalb von 15 Jahren ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden kann.
Der vorgeschlagene Haushalt sieht Einnahmen in Höhe von 741 Millionen Euro bei Ausgaben von 841 Millionen Euro vor. Trotz der Deckungslücke sollen die Mittel für Bildung und Infrastruktur weiterhin fließen. Bürgermeister Kurzbach forderte zudem die übergeordneten Regierungsebenen auf, den Kommunen mehr finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.
Die endgültige Verabschiedung des Haushalts hängt von der Abstimmung im Stadtrat ab, die im Frühjahr nach Beratungen in den Fraktionen erwartet wird. Bei einer Zustimmung muss die Bezirksregierung Düsseldorf den Finanzplan anschließend prüfen und genehmigen.
Der Haushalt 2024 hält wichtige Investitionen aufrecht, ohne die Steuern zu erhöhen. Über die Umsetzung entscheidet die Zustimmung des Stadtrats sowie der Landesbehörden. Die Verantwortlichen betonen, dass das Erreichen der Sparziele entscheidend ist, um bis 2039 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.






