27 June 2026, 20:09

Solingen diskutiert umstrittene Heizsenkung in Schulen auf 19 Grad

FDP: K"uhle nicht Klassen auf 19 Grad

Solingen diskutiert umstrittene Heizsenkung in Schulen auf 19 Grad

Der Stadtrat von Solingen erwägt einen Plan, die Heiztemperatur in Klassenzimmern diesen Winter auf 19 Grad Celsius zu senken. Eine endgültige Entscheidung soll nach den Herbstferien fallen. Der Vorschlag hat unter lokalen Führungskräften und politischen Gruppen eine Debatte ausgelöst.

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Raoul Brattig, Vorsitzender des Schulausschusses, sprach sich gegen die Idee aus. Er argumentierte, die Schüler hätten während der Pandemie bereits genug Entbehrungen erlebt. Kältere Klassenzimmer würden seiner Meinung nach eine unnötige zusätzliche Belastung darstellen, während sie sich mit der Energiekrise auseinandersetzen müssten.

Auch die Freie Demokratische Partei (FDP) lehnt die Maßnahme ab. Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat, erklärte, es würde „völlig das falsche Signal“ senden, wenn Solingen hier allein handeln würde. Die Partei befürwortet stattdessen andere Energiesparmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen und die Vermeidung unnötiger Lüftung.

Nachbarstädte wie Wuppertal und Remscheid haben eine Absenkung der Temperaturen in ihren Schulen bereits ausgeschlossen. Zudem würde eine Reduzierung der Raumtemperatur in Klassenzimmern auf 19 Grad gegen die deutsche Arbeitsstättenverordnung verstoßen. Das Gesetz schreibt vor, dass Klassenzimmer mindestens 20 Grad warm sein müssen, um die Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Laut dem Vorschlag könnten Flure in den Schulen im Rahmen weiterer Einsparbemühungen dennoch kühler gehalten werden. Der Stadtrat wird den Plan nach den Herbstferien erneut prüfen. Sollte er beschlossen werden, stünde die Maßnahme im Widerspruch zu bundesweiten Vorschriften. Schulen in benachbarten Gebieten haben sich gegen einen ähnlichen Ansatz entschieden.

Quelle