Silvester-Albtraum: Rentnerpaar flieht vor stundenlangem Feuerwerkslärm in der Lüneburger Heide
Paul MaierSilvester-Albtraum: Rentnerpaar flieht vor stundenlangem Feuerwerkslärm in der Lüneburger Heide
Ein Rentnerpaar aus Dorsten, Rita und Wilhelm Zachraj, verlebte den Silvesterabend in Schneverdingen in der Hoffnung auf einen ruhigen Urlaub. Doch statt der ersehnten Stille war ihr Miethaus im Igelweg stundenlang von beiden Seiten von Feuerwerk umzingelt. Besonders schwer hatte es ihr Hund Odin, ein nervöses Straßenfundtier aus Ungarn, das unter dem Lärm stark litt.
Die Zachrajs hatten sich für die Lüneburger Heide entschieden, nachdem diese als friedliche Oase für den Jahreswechsel beworben worden war. Doch in diesem Jahr begannen die Böller bereits um 11 Uhr vormittags und hörten erst am nächsten Morgen auf. Die ständigen Explosionen setzten Odin enorm zu und ließen das Paar das Gefühl haben, von den Tourismuswerbungen getäuscht worden zu sein.
Die Meinung der Öffentlichkeit zu Feuerwerk ist gespalten. Eine aktuelle, nicht repräsentative Online-Umfrage im Heidekreis ergab, dass 65 Prozent der Befragten ein Verbot befürworten. Dennoch lehnen 35 Prozent dies ab. Unterdessen hat eine bundesweite Petition für ein generelles Feuerwerksverbot bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt.
Die Erfahrungen der Zachrajs unterstreichen die wachsende Debatte über den Einsatz von Feuerwerk bei Feierlichkeiten. Ihr Urlaub wurde durch den Lärm gestört, und die Ängste ihres Hundes verschlimmerten sich. Die deutliche Resonanz in der Bevölkerung deutet darauf hin, dass viele Menschen strengere Regeln für den Umgang mit Feuerwerk fordern.
