Schlaganfallversorgung bleibt in Solingen – doch jetzt beginnt der Kampf um die Zukunft
Sebastian SchulteSchlaganfallversorgung bleibt in Solingen – doch jetzt beginnt der Kampf um die Zukunft
Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden sind vom Tisch: Kplus-Gruppe gibt nach
Die Kplus-Gruppe hat ihre Pläne aufgegeben, die Schlaganfallversorgung vom Standort Solingen nach Hilden zu verlegen. Die Kehrtwende kommt nach massivem Widerstand lokaler Politiker, darunter Iris Preuß-Buchholz, Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag. Sie bezeichnete die Entscheidung als „großen Erfolg für Solingen und den südlichen Kreis Mettmann“.
Preuß-Buchholz begrüßte die Nachricht als „positiven Fortschritt für Solingen“. Die Beibehaltung der Schlaganfallversorgung in der Stadt sorge für eine bessere Erreichbarkeit der Behandlung für die Bürger, betonte sie. Gleichzeitig warnte sie jedoch vor einer „enormen Herausforderung“: Das städtische Krankenhaus müsse nun in Rekordzeit eine komplett neue neurologische Abteilung inklusive einer Stroke Unit aufbauen.
Die SPD-Politikerin übte scharfe Kritik an der Führung der Kplus-Gruppe. Frühere Aussagen des Managements bezeichnete sie als „peinlich und empörend“ und machte die Unternehmensspitze vollständig für die Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses verantwortlich. Zugleich unterstrich sie, dass die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Solingen nicht allein von einer Gruppe abhängen dürfe.
Preuß-Buchholz forderte die Landesregierung zum raschen Handeln auf. Sie fragte, warum Sebastian Haug, der direkt gewählte CDU-Landtagsabgeordnete, sich nicht stärker für Millioneninvestitionen in die Gesundheitsversorgung eingesetzt habe. „Wo bleibt der direkt gewählte CDU-Abgeordnete?“, fragte sie und mahnte, er müsse die Gesundheitsbedürfnisse der Solinger Bürger endlich in den Fokus rücken.
Trotz der Herausforderungen hob Preuß-Buchholz hervor, dass das städtische Krankenhaus bereits alle Standards für Spitzen-Diagnostik und -Behandlung erfülle. Langfristige Lösungen erforderten jedoch konkrete finanzielle Zusagen aus Düsseldorf.
Die Rücknahme der Verlegungspläne durch die Kplus-Gruppe sichert die Schlaganfallversorgung vorerst in Solingen. Doch die Stadt steht nun vor der Aufgabe, ihre neurologischen Kapazitäten zügig auszubauen. Ohne Landesmittel könnte die Fähigkeit des Krankenhauses, spezialisierte Versorgung zu leisten, weiter unter Druck geraten.






