Santiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus
Nico PetersSantiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus
Schauspieler und Regisseur Santiago Segura hat nach der Äußerung polarisierender politischer Ansichten im Podcast La Script heftige Kritik geerntet. Ausschnitte aus dem Interview verbreiteten sich rasant auf Plattformen wie TikTok und X und befeuerten erneut hitzige Online-Debatten.
Segura, bekannt für seine Arbeit im spanischen Kino, nahm im Gespräch zu mehreren brisanten Themen Stellung. Seine Äußerungen zu Sexualstrafrecht, Transgender-Rechten und Hausbesetzer-Politik zogen schnell scharfe Kritik von Nutzern und Kommentatoren auf sich.
Zunächst sprach er über Spaniens "Nur ein Ja heißt Ja"-Gesetz zur sexuellen Einwilligung. Er gab zu, gemischte Gefühle gegenüber der Umsetzung zu haben, lehnte das Gesetz aber nicht grundlegend ab. Allein diese Haltung löste bei Zuhörern Widerspruch aus, die ihm vorwarfen, dessen Bedeutung herunterzuspielen.
Anschließend verteidigte er die Justiz gegen Vorwürfe systematischer Voreingenommenheit. "Nicht alle Richter sind Faschisten", betonte er und argumentierte, solche Pauschalurteile diffamierten das Rechtssystem unrechtmäßig. Doch auch diese Aussage milderte die Spannungen kaum – Kritiker warfen ihm vor, strukturelle Probleme zu ignorieren.
Zu Transgender-Rechten bekannte sich Segura zwar zur Schauspielerin Bibiana Fernández als Frau, kritisierte aber gleichzeitig Spaniens Transgender-Gesetz. Er deutete an, das Gesetz habe unerwünschte Nebenwirkungen, ohne jedoch konkrete Beispiele zu nennen. Dieser Widerspruch – die Unterstützung einer Einzelperson bei gleichzeitiger Ablehnung des sie schützenden Gesetzes – schürte weitere Empörung.
Auch in der Debatte um Hausbesetzungen positionierte er sich: Die Regierung, nicht Privatpersonen, solle für die Lösung solcher Konflikte verantwortlich sein. Aktuelle Regelungen ließen Eigentümer schutzlos zurück, so Segura – eine Meinung, die bei manchen auf Zustimmung stieß, andere jedoch vor den Kopf stieß.
Am umstrittensten war seine Behauptung, Wähler der rechtsextremen Vox-Partei fühlten sich durch linke Rhetorik "beleidigt und an den Rand gedrängt". Obwohl er sich selbst als "linksliberal" bezeichnet, sah er sich daraufhin mit Vorwürfen konfrontiert, faschistische Sympathien zu hegen – ein Vorwurf, den er entschlossen zurückwies.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Nutzer in sozialen Medien zerpflückten seine Argumente, viele stellten seine Darstellung der Themen infrage. Hashtags zum Interview trendeten, während die Diskussionen weit über den ursprünglichen Podcast-Publikumskreis hinausschwappten und die Kontroverse weiter anheizten.
Die Interviewausschnitte werden nach wie vor fleißig geteilt und halten die Debatte am Köcheln. Seguras Versuche, seine Positionen zu präzisieren, haben die Kritik bisher kaum besänftigt. Der Vorfall zeigt, wie stark öffentliche Persönlichkeiten heute unter die Lupe genommen werden, wenn sie sich zu polarisierenden Themen äußern – und wie schnell solche Äußerungen in der medialen Landschaft eskalieren können.






