RWE setzt auf Solarenergie im rheinischen Braunkohlerevier mit 86,5 Megawatt Neuleistung
Tim WeberRWE setzt auf Solarenergie im rheinischen Braunkohlerevier mit 86,5 Megawatt Neuleistung
RWE baut Solarprojekte im rheinischen Braunkohlerevier aus
Der Energiekonzern RWE erweitert seine Solarenergie-Projekte im rheinischen Braunkohlerevier. Das Unternehmen plant den Bau mehrerer neuer Solarparks mit einer Gesamtleistung von 86,5 Megawatt. Diese Anlagen kombinieren erneuerbare Energien mit innovativen Landwirtschaftsmethoden.
Die neuen Solarparks entstehen auf rekultiviertem Gelände in der Nähe der Autobahn A44n, zwischen Bedburg und Jüchen. Das Gebiet gehörte einst zum Tagebau Garzweiler. Durch die Nutzung der bestehenden Netzanschlüsse des Tagebaus will RWE den Bau beschleunigen und die Kosten senken.
In der Region wird zudem eine Demonstrationsanlage für Agri-Photovoltaik getestet – ein System, das Landwirtschaft und Solarstromerzeugung verbindet. Dabei wachsen Nutzpflanzen unter den Solarmodulen, während gleichzeitig saubere Energie produziert wird.
RWE betreibt bereits sieben Solarparks in der Region, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Die neuen Projekte sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Künftig will sich das Unternehmen auf Standorte entlang von Autobahnen konzentrieren, wo die Genehmigungsverfahren schneller ablaufen und die öffentliche Akzeptanz höher ist.
Der Energieversorger hat sich ein ehrgeizigeres Ziel gesetzt: die Entwicklung von mindestens 500 Megawatt neuer Solar- und Windkraftkapazitäten in der Region. Gleichzeitig hat ein aktuelles Gerichtsurteil klargestellt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den vollen Einspeisebonus für Solarstrom informieren müssen.
Die neuen Solarparks steigern RWEs Leistung aus erneuerbaren Energien um 86,5 Megawatt. Ihre Lage auf ehemaligem Bergbauland und an Autobahnen vereinfacht die Umsetzung. Sobald sie in Betrieb sind, tragen die Projekte zu RWEs Expansionsziel von 500 Megawatt im Rheinland bei.






