Rossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – 1.400 Jobs in Gefahr
Rossmann zieht Pläne für Logistikzentrum in Lünen zurück
Die Drogeriekette Rossmann hat ihre Pläne zum Bau eines Logistikzentrums in Lünen zurückgezogen. Die Entscheidung bedeutet für die Stadt den Verlust von potenziell 1.400 Arbeitsplätzen. Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung des Unternehmens.
Das geplante Zentrum sollte auf dem Gelände des ehemaligen Steag-Industrieareals entstehen. Die Stadtverwaltung hatte gehofft, damit sichere Arbeitsplätze, höhere Gewerbesteuereinnahmen und eine Stärkung der lokalen Kaufkraft zu schaffen. Die politische Debatte um die Investition von Rossmann hinterließ beim Unternehmen jedoch einen negativen Eindruck.
Trotz des Rückschlags betonte Arnold Reeker, technischer Beigeordneter der Stadt, dass die Entwicklung des Steag-Geländes weiterverfolgt werde. Lünen bleibe seinen Plänen verpflichtet und werde eng mit lokalen Politikern zusammenarbeiten, um voranzukommen. Rossmann würdigte die professionelle und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung während des Prozesses.
Bürgermeisterin Förster-Teutenberg rief alle Fraktionen des Stadtrats auf, die Bemühungen zur Ansiedlung neuer Unternehmen auf dem Gelände zu unterstützen. Die nächsten Schritte werden sorgfältig geprüft, wobei in Kürze eine Entscheidung über das weitere Vorgehen im Bebauungsplanverfahren erwartet wird.
Der Rückzug des Rossmann-Projekts stellt eine deutliche Kursänderung für die Entwicklungspläne Lünens dar. Die Stadt wird sich nun auf alternative Wege konzentrieren, um das Steag-Areal zu erschließen und wirtschaftliche Vorteile zu sichern. Die Bemühungen, neue Investitionen zu gewinnen, sollen mit breiter politischer Unterstützung fortgesetzt werden.
