Ratsfrauen im Kreis Unna fordern besseren Schutz vor Gewalt und Lückenlosigkeit bei Hilfsangeboten
Sebastian SchulteRatsfrauen im Kreis Unna fordern besseren Schutz vor Gewalt und Lückenlosigkeit bei Hilfsangeboten
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich beim Vernetzungsforum der Ratsfrauen im Kreis Unna, um über zentrale Themen zu diskutieren, die Frauen in der Region betreffen – darunter Gewaltprävention und Unterstützungsangebote.
Die überparteiliche Veranstaltung diente dem Austausch über kommunalpolitische Strategien. Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der Istanbul-Konvention sowie Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Hilfsstrukturen in Lünen und dem Kreis Unna. Die Teilnehmerinnen benannten bestehende Lücken, etwa das Fehlen einer kreisweiten Koordinierungsstelle. Als dringend wurde zudem die Einführung einer anonymen Spurensicherung für Betroffene sexualisierter Gewalt eingestuft.
Besondere Aufmerksamkeit galt auch den Herausforderungen obdachloser Frauen. Die Delegierten betonten, wie wichtig maßgeschneiderte Hilfsprogramme und niedrigschwellige Angebote für Betroffene sind.
Die Diskussionen zeigten: Um die Versorgungslücken zu schließen, braucht es bessere Vernetzung und strukturierte Angebote – etwa eine kreisweite Anlaufstelle und anonyme Meldemöglichkeiten. Trotz unterschiedlicher politischer Positionen einigte man sich auf konkrete nächste Schritte.
