13 June 2026, 22:13

Preisproteste erschüttern Mailands berühmte Scala nach Ticket-Erhöhung

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Preisproteste erschüttern Mailands berühmte Scala nach Ticket-Erhöhung

Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung

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Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind für eine kleine Anzahl von Plätzen stark angestiegen. Die Erhöhung hat vor allem unter treuen Besuchern – insbesondere auf den oberen Rängen – für Frust gesorgt. Bei einer jüngsten Aufführung von Verdis Carmen kam es sogar zu Protesten, die die Vorstellung unterbrachen.

Das Theater erhöhte die Preise für 36 der insgesamt 531 Sitze um über 30 Prozent. Es handelt sich um die erste Preisanpassung seit einem Jahrzehnt; die Leitung versichert, dass unter dem aktuellen Intendanten keine weiteren Erhöhungen geplant sind. Die Kosten für Abo-Karten stiegen von 800 auf 1.050 Euro.

Die Geschäftsführung betont, dass die Auswirkungen insgesamt begrenzt seien. Im Schnitt steige der Preis pro Platz um 1,48 Euro – ein Platz in der Galerie kostet in der nächsten Saison statt 45,56 Euro nun 46,94 Euro. Zudem verweist man darauf, dass die Scala ohnehin bereits die höchsten Ticketpreise in Europa verlange, übertroffen nur vom Salzburger Festspiele-Programm.

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der das Theater mit einem Überschuss wirtschaftet. Dennoch stehen anstehende Tarifverhandlungen und die Kosten für die Verlegung von Werkstätten hinter dem Schritt. Dennoch hält sich der Ärger – besonders unter den „Loggionisti“, den engagierten Stammgästen der oberen Ränge.

Betroffen von der Preisanpassung ist nur ein Bruchteil der Sitze. Doch die heftige Reaktion zeigt, wie sensibel das Thema Kosten in einem der renommiertesten Opernhäuser der Welt ist. Die Leitung besteht darauf, dass die Änderungen notwendig und angemessen seien.

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