Polizei Neuss erweitert Schutzangebote für Familien und Opfer von Straftaten
Tim WeberPolizei Neuss erweitert Schutzangebote für Familien und Opfer von Straftaten
Die Polizei des Rhein-Kreises Neuss hat ihr Unterstützungsangebot für Familien, Kinder und Opfer von Straftaten ausgeweitet. Kostenlose Vorträge, Beratungen und Präventionsprogramme decken nun Themen von Kinderschutz bis Einbruchssicherung ab. Viele dieser Initiativen werden in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Schulen durchgeführt.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Kriminalprävention, mit speziellen Informationsveranstaltungen für Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche. Die Polizei bietet zudem direkte Hilfe durch Opferbetreuungsbeamte und vertrauliche Beratungswege an.
Zum Schutz von Kindern hält die Polizei mehrere Vorträge bereit. Eine Veranstaltung mit dem Titel "Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch (auch im Internet)?" richtet sich an Kindergärten und Grundschulen. Ein weiteres Angebot zum Thema "Kindesmisshandlung / Vernachlässigung / Kindesmissbrauch" ist ausschließlich Fachkräften und Ehrenamtlichen in diesem Bereich vorbehalten.
Für junge Straftäter zwischen 8 und 15 Jahren bietet die Initiative "Kurve kriegen" freiwillige und kostenlose Unterstützung an. Das Programm wendet sich an Jugendliche, die durch Gewalt- oder Eigentumsdelikte auffällig geworden sind, und zielt darauf ab, weitere Straftaten zu verhindern. Die Maßnahme wurde positiv evaluiert und ist unter www.kurvekriegen.nrw.de erreichbar. Zudem steht der Kinderschutzambulanz Familien in Notlagen mit Beratung zur Seite.
Im Bereich Wohnsicherheit berät die Polizei individuell zu mechanischem und elektronischem Einbruchschutz. Bürger können Termine für Beratungsgespräche vereinbaren oder Informationsbroschüren in den örtlichen Dienststellen abholen. Auch Vorträge zur Einbruchprävention werden angeboten.
Opfer von Straftaten, Verkehrsunfällen oder Notfällen finden in den Opferbetreuungsbeamten der Polizei erste Ansprechpartner. Das Neusser Frauenberatungszentrum bietet Frauen in schwierigen Lebenslagen kostenlose und vertrauliche Hilfe an. Der Kontaktbeamte für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten (KIA) arbeitet daran, das Vertrauen zwischen Polizei und verschiedenen Gemeinschaften zu stärken.
Ältere Menschen und Multiplikatoren können an Vorträgen zur Bewältigung von Notfällen und zur Nutzung der Polizeinotrufnummer (110) teilnehmen. Zudem führt die Polizei Schulungen zu politisch motivierter Kriminalität durch, um das Bewusstsein für extremistische Gefahren bei Jugendlichen zu schärfen.
Anfragen können per E-Mail an [email protected] gerichtet werden. Die Kriminalinspektion hat ihren Sitz im Polizeigebäude an der Jülicher Landstraße in Neuss. Gesetzlich sind die Beamten gemäß § 163 der Strafprozessordnung verpflichtet, jeden angezeigten Straftatbestand zu prüfen.
Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Kriminalpräventionsstrategie im Rhein-Kreis Neuss. Polizei und Partnerorganisationen bieten praktische Hilfen – von Kinderschutzvorträgen bis zur Einbruchsberatung. Die meisten Leistungen sind für Bürger kostenfrei nutzbar, mit klaren Anlaufstellen für weitere Unterstützung.
Ziel der Initiativen ist es, Tatgelegenheiten zu verringern und gleichzeitig direkte Hilfe für Betroffene bereitzustellen. Weitere Informationen gibt es bei den örtlichen Polizeidienststellen und auf den offiziellen Webseiten.






