16 April 2026, 10:17

Nur drei Prozent der Kölner stehen noch hinter Kardinal Woelki – ein historischer Tiefschlag

Eine Gruppe von Priestern in gelben Roben und Hüten, die eine Straße entlanggehen und von Menschen mit Schirmen umgeben sind, mit einem Gebäude und einem Baum im Hintergrund.

Nur drei Prozent der Kölner stehen noch hinter Kardinal Woelki – ein historischer Tiefschlag

Eine neue Umfrage offenbart einen drastischen Rückgang der öffentlichen Unterstützung für Kardinal Rainer Maria Woelki in Köln. Nach elf Jahren als Erzbischof äußern nur noch drei Prozent der Kölnerinnen und Kölner Zufriedenheit mit seiner Amtsführung. Die Ergebnisse, die diese Woche veröffentlicht wurden, werden als eine Katastrophe für die Kirche bewertet.

Die Erhebung wurde vom Forsa-Institut im Auftrag des Kölner Stadt-Anzeiger durchgeführt. Sie basiert auf einer repräsentativen Stichprobe der Kölner Bevölkerung und fällt mit Woelkis elfjährigem Amtsjubiläum zusammen. Die Daten zeigen einen historischen Tiefstand: 83 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden oder überhaupt nicht zufrieden.

Bei jüngeren Kölnerinnen und Kölnern ist die Unzufriedenheit besonders ausgeprägt. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen zeigte sich niemand – also null Prozent – mit Woelkis Führung zufrieden. Ältere Jahrgänge bringen zwar etwas mehr Unterstützung auf, doch die Werte bleiben ernüchternd: Nur fünf Prozent der 45- bis 59-Jährigen und sechs Prozent der über 60-Jährigen stehen hinter ihm.

Manfred Güllner, Geschäftsführer des Forsa-Instituts, bezeichnete die Ergebnisse als eine Katastrophe – sowohl für die Kirche als auch für den Kardinal persönlich. Die Veröffentlichung der Umfrage fällt in eine Phase anhaltender Kritik an Woelkis Amtszeit, die in den vergangenen Jahren immer wieder von Kontroversen überschattet wurde.

Die Daten bestätigen einen flächendeckenden Vertrauensverlust in die Führung Kardinal Woelkis – und zwar in allen Altersgruppen. Mit nur drei Prozent Zustimmung unter den Kölnerinnen und Kölnern unterstreicht die Umfrage die sich verschärfende Krise des Erzbischofs. Die Kirche steht nun unter zunehmendem Druck, dem Schwund des öffentlichen Vertrauens entgegenzuwirken.

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