NRW setzt auf Wasserstoffimporte bis 2045 – doch woher kommt der klimaneutrale Rohstoff?
Sebastian SchulteNRW setzt auf Wasserstoffimporte bis 2045 – doch woher kommt der klimaneutrale Rohstoff?
Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach klimaneutralem Wasserstoff in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2045. Treibende Kräfte dieses Wachstums sind die energieintensiven Industrien des Landes, mittelständische Unternehmen sowie der Energiesektor. Die lokale Produktion allein wird den Bedarf nicht decken können.
Nordrhein-Westfalen wird Wasserstoff importieren müssen, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Als Hauptoptionen für die Einfuhr gelten Pipelines und der Schiffsverkehr.
Der Bericht hebt Pipeline-Importe als die effizienteste Methode hervor. Mögliche Routen führen über Verbindungen aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien. Schiffsbasierte Importe könnten Wasserstoff aus entfernteren Regionen wie Brasilien beziehen.
Laut der Studie sind die Kosten für die verschiedenen Importwege ähnlich hoch. Um die Abhängigkeit von einer einzigen Quelle zu verringern, wird eine diversifizierte Importstrategie empfohlen. Zudem schlägt der Bericht grünen Ammoniak als kurzfristigen Ersatz für grauen Ammoniak vor.
Der Bedarf an Wasserstoff wird das Land auf externe Lieferungen angewiesen machen. Während Pipeline-Importe die effizienteste Lösung bieten, sorgen schiffsbasierte Optionen für Flexibilität. Ein gemischter Ansatz könnte Nordrhein-Westfalen dabei helfen, stabile und kostengünstige Wasserstoffimporte zu sichern.
