Neues EU-Zertifikat soll GDPR-Konformität für Unternehmen vereinfachen
EU-weites Zertifizierungsverfahren soll Unternehmen bei der GDPR-Konformität unterstützen
Ein neues, in der gesamten EU gültiges Zertifizierungssystem soll Unternehmen dabei helfen, nachzuweisen, dass ihre Datenverarbeitung den GDPR-Standards entspricht. Das European Privacy Seal (EuroPriSe) ermöglicht es Firmen, die Einhaltung der strengen Datenschutzvorschriften zu belegen. Dies folgt auf die Genehmigung einheitlicher Zertifizierungskriterien durch den Europäischen Datenschutzausschuss (EDPB) im Juli 2024.
Schon vor der GDPR gab es Datenschutzzertifikate, doch nicht alle garantierten eine vollständige Konformität mit der Verordnung. Nach EU-Recht müssen Organisationen sicherstellen, dass Dienstleister, die personenbezogene Daten verarbeiten, die geforderten Standards erfüllen. Eine gültige Zertifizierung kann diesen Prozess vereinfachen – vorausgesetzt, sie entspricht den GDPR-Anforderungen.
Im Rahmen des EuroPriSe-Verfahrens prüfen unabhängige Experten die Datenverarbeitungsprozesse eines Unternehmens. Bei erfolgreicher Bewertung bestätigt das Zertifikat, dass das Unternehmen die EU-Datenschutzbestimmungen einhält. Allerdings deckt die Zertifizierung keine internationalen Datentransfers ab und kann daher nicht als Nachweis für die Konformität bei der Übermittlung von Daten außerhalb der EU dienen.
Vertrauen in IT-Sicherheit und Compliance bleibt für Unternehmen bei der Wahl von Cloud-Anbietern entscheidend. Laut dem Cloud-Monitor 2024 von Bitkom nannten 99 Prozent der Befragten Datenschutz und regulatorische Compliance als oberste Priorität bei der Auswahl eines Dienstleisters.
Die EuroPriSe-Zertifizierung bietet Unternehmen eine Möglichkeit, nachzuweisen, dass ihre Datenverarbeitung den GDPR-Vorgaben entspricht. Mit den neuen Kriterien des EDPB können Firmen in der gesamten EU nun ein anerkanntes Gütesiegel für Compliance erwerben. Für Datentransfers in Länder außerhalb des Blocks bleiben jedoch separate Prüfungen erforderlich.






